Mehr Zuschauer bei der ARD
15 Millionen betrachten Duellanten

15,26 Mill. Zuschauer haben am Sonntagabend das zweite TV-Duell zwischen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und seinem Unions-Herausforderer Edmund Stoiber gesehen. Damit erreichte das Streitgespräch bei ARD und ZDF bei einem Gesamtmarktanteil von 44,9 % etwas mehr Zuschauer als das erste Duell am 25. August bei den Privatsendern RTL und Sat.1, das 14,84 Millionen Menschen. interessiert hatte

HB HAMBURG. Bei der ARD verfolgten den Schlagabtausch zwischen Schröder und Stoiber nach Berechnungen der Baden-Badener Marktforschungsfirma Media Control vom Montag 10,90 Millionen, beim ZDF waren es 4,36 Millionen.

Die anschließenden Wahlanalysen stießen bei den TV-Zuschauern auf sehr unterschiedliche Resonanz: Während die von Thomas Roth in der ARD geleitete Talkrunde "Wer hat gewonnen?" ab 22.02 Uhr von 7,58 Mill. Menschen (29,3 %) eingeschaltet wurde, musste sich das ZDF bei seiner zeitgleichen Nachbereitung ("Die Kampfrichter") mit 3,54 Millionen Zuschauern (13,2 %) begnügen. Die RTL- Analyse "Kreuzfeuer" verfolgten ab 22.49 Uhr exakt eine Millionen Menschen (6,00 %) - Sat.1 hatte gar keine Duell-Nachbereitung im Programm.

Auffällig nach dem Duell ist der Vergleich zwischen Ost und West: Saßen am Sonntagabend 12,68 Mill. Zuschauer (47,4 %) in den alten Bundesländern vor den Fernsehern, waren es in den neuen Ländern lediglich 2,57 Millionen (35,6 %). Die ARD hatte während der 86 Minuten langen Diskussion im Westen 9,07 Millionen Zuschauer (33,9 %), im Osten 1,83 Millionen (25,2 %), das ZDF schalteten im Westen 3,61 Millionen (13,5 %) und im Osten 0,75 Millionen Zuschauer (10,3 %) ein.

Hamburg lag im Vergleich der Bundesländer mit 380 000 Zuschauern (Marktanteil: 58,8 %) oben. Dahinter folgten Hessen (1,21 Millionen/52,3 %), Niedersachsen (1,62 Millionen/48,6 %) und Nordrhein-Westfalen (3,49 Millionen/47,0 %). Das Schlusslicht bildete Sachsen-Anhalt mit 0,38 Millionen (28,5 %) Zuschauern. Vor allem die älteren Menschen schalteten ein. Die 65- Jährigen und Älteren waren mit einem Marktanteil von 62,0 % vertreten, die 50- bis 64-Jährigen mit mit 52,7 %. Am wenigsten interessiert waren Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren mit 25,0 %. Der Marktanteil der Zuschauer mit Hochschulstudium betrug 64,3 %, Hauptschulabsolventen waren nur mit 45,2 % dabei.

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