Mehrere Aufträge angekündigt
Zur Flugschau soll EADS glänzend dastehen

Der europäische Flugzeugbauer Airbus will in den kommenden Wochen mehrere umfangreiche Aufträge bekannt geben.

Reuters PARIS. Die am 15. Juni beginnende Pariser Flugschau in Le Bourget sei der richtige Zeitpunkt um Aufträge "in signifikanter Höhe" zu verkünden, sagte EADS-Co-Chef Philippe Camus am Dienstag in Paris. Zudem sprach er sich für eine engere Zusammenarbeit mit dem französischen Anbieter von Verteidigungselektronik Thales aus.

"Ich denke, wir sollten in der Lage sein, eine Reihe neuer Aufträge bekannt zu geben, darunter einen in den kommenden Tagen", sagte Camus auf der Hauptversammlung von Lagardere in Paris. Camus sitzt auch im Management des französischen Mischkonzerns, der unter anderem 15 % am europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS hält.

Airbus hat im vergangenen Jahr bei der EADS rund 95 % des operativen Gewinns beigesteuert und leidet aktuell unter der Krise in der zivilen Luftfahrt. Der Krieg im Irak, die weltweite Konjunkturschwäche und die Lungenkrankheit SARS haben dafür gesorgt, dass Fluggesellschaften weltweit ihre Kapazitäten verringern. Zum Teil werden Aufträge über neue Flugzeuge verschoben oder gar storniert.

Dies macht es für Airbus schwierig, das Ziel von 300 Flugzeugauslieferungen im laufenden Jahr zu erreichen, womit der Konzern erstmals am Erzrivalen Boeing vorbeiziehen will. Neue Aufträge sind in derzeitigen Umfeld zwar ein Lichtblick, dürfte sich kurzfristig aber kaum auf das Geschäft niederschlagen, da die Auslieferung der Maschinen häufig erst Jahre nach der Bestellung realisiert werden.

Mit Blick auf den französischen Anbieter von Verteidigungselektronik, Thales, deutete Camus ein Interesse an einer Beteiligung oder Zusammenarbeit an. "Je enger sich unsere Beziehungen zu Thales entwickeln würden (...), desto glücklicher wäre ich", sagte er. Zugleich fügte er hinzu, es gebe derzeit keine Gespräche darüber. "Wir bleiben hinsichtlich jeglicher Veränderungen in der Aktionärsstruktur von Thales wachsam." Seit langem halten sich hartnäckig Spekulationen, wonach Thales, die frühere Thompson-CSF, mit der EADS fusionieren könnte. Derzeit hält die französische Regierung 33 %, weitere knapp zehn Prozent liegen bei Alcatel.

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