Mehrere Beteiligte von Chatforum intensiv verhört
Polizei nimmt Attentäter-Freunde ins Visier

Die finnische Polizei hat am Dienstag im Zusammenhang mit dem Bombenanschlag vom Wochenende in einem Einkaufszentrum bei Helsinki einen 17-Jährigen vorläufig festgenommen.

HB/dpa HELSINKI. Bei dem Anschlag waren sieben Menschen, darunter auch der 19 Jahre alte mutmaßliche Attentäter, ums Leben gekommen. Der zuständige Fahndungschef Tero Haapala teilte mit, dass der 17-Jährige zu den Internet-Kontakten des Selbstmord-Attentäters Petri Gerdt gehörte, wo junge Finnen in einem Chatforum technisches Wissen über das Bauen von Bomben austauschten. Weitere Einzelheiten wurden nicht mitgeteilt.

Bestätigt wurde, dass die Fahnder mehrere der Beteiligten an dem Chatforum intensiv verhört haben und sich neben dem 17- Jährigen für einen weiteren Jugendlichen besonders intensiv interessiert. Vier Tage nach dem Anschlag erklärte die Polizei, sie sei nun sicher, dass Gerdt die Bombe selbst gebaut und in dem am Freitagabend von mehr als 1 000 Menschen besuchten Zentrum absichtlich gezündet habe. Über seine Motive habe man "eine Reihe von Erkenntnissen", wolle diese aber vorerst nicht veröffentlichen. Bisher hatten die Fahnder auch fürmöglich gehalten, dass Gerdt den Sprengsatz versehentlich zur Detonation gebracht hatte.

Weiter hieß es, die Bombe habe aus Ammoniumnitrat bestanden und sei "relativ einfach" konstruiert gewesen. Sie war zur Verstärkung der Wirkung wie eine Splitterbombe mit Metallkugeln gefüllt. Bei der Explosion wurden über 80 Besucher des Zentrums verletzt, von denen etwa 30 am Dienstag weiter in Krankenhäusern behandelt werden mussten.

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