Mehrere Demonstrationen
Lage in Deutschland ruhig

Nach dem Beginn der britisch-amerikanischen Militärschläge auf Afghanistan blieb es in Deutschland in der Nacht ruhig. Es habe keine Zwischenfälle gegeben, teilten die Lagezentren der Bundesländer am Montagmorgen mit.

ddp BERLIN. In einigen Städten demonstrierten bis in die Nacht hinein mehrere hundert Menschen friedlich gegen die Militäraktion. Am Sonntagabend waren alle Sicherheitsbehörden in Deutschland in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden.

In Berlin zogen am Sonntagabend rund 200 linksgerichtete Demonstranten vom Alexanderplatz zum Auswärtigen Amt. Auf Transparenten hieß es unter anderem "Kein Staatsterror", "No War" und "Nein zu jeder Militäraktion der Nato". Zuvor hatten rund 100 Anhänger der rechtextremen NPD in der Berliner Innenstadt demonstriert. Der ohne größere Zwischenfälle verlaufende Aufmarsch wurde von der Polizei beendet. In der Straße Unter den Linden begannen in den frühen Morgenstunden einige Menschen eine Mahnwache, die bis zum Ende der Militäraktionen andauern soll.

Begleitet von einem großen Polizeiaufgebot zogen in Hamburg rund 110 Menschen durch die Straßen. Die Demonstration dauerte bis in die Nacht, blieb aber ruhig.

In Nordrhein-Westfalen protestierten rund 250 Menschen in Köln, Bonn, Duisburg, Bielefeld und Münster gegen die Militärschläge. Spontane Demonstrationen gab es auch in Lübeck, Chemnitz und Weimar. In Dresden versammelten sich zirka 50 NPD-Anhänger zu einem Schweigemarsch. Ausschreitungen gab es nicht.

Für den Montag hat das Netzwerk Friedenskooperative in etlichen Städten Deutschlands zu Protesten gegen das Vorgehen der USA und Großbritanniens aufgerufen. Für Samstag wurden größere Demonstrationen in Berlin und Stuttgart angekündigt.

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