Mehrere Finanzinvestoren sind beteiligt
Hintergrund: Kirch-Media ist Herzstück der Kirch-Gruppe

Die Kirch-Media ist das Herzstück im Konzern des Medienmoguls Leo Kirch. In ihr ist das Kerngeschäft mit Film- und TV- Produktionen, Programmlizenzen und Sportrechtehandel gebündelt. Die Kirch-Media beschäftigt rund 5500 Menschen.

dpa MÜNCHEN. Da sich die Banken und die Minderheitsgesellschafter rund um die Medienunternehmer Rupert Murdoch und Silvio Berlusconi bislang nicht auf die Konditionen einer Übernahme der KirchMedia einigen konnten, zieht die KirchGruppe nun einen Insolvenzantrag für die Kirch-Media in Erwägung.

Zur Kirch-Media gehören die Sender ProSieben, SAT.1, DSF und N24 sowie die Mehrheit an der Sportrechteagentur ISPR, die unter anderem die Übertragungsrechte an der Fußball-Bundesliga hält. Außerdem besitzt die Kirch-Media die Übertragungsrechte an den Fußball- Weltmeisterschaften 2002 und 2006. Kern des Filmrechtehandels der Kirch-Media sind eine 11 000 Titel umfassende Spielfilmbibliothek und 40 000 Stunden Fernsehserien.

Wegen des schwachen Fernseh-Werbemarktes hatte die Kirch-Media im vergangenen Jahr mit einem deutlichen Gewinnrückgang zu kämpfen. Bei einem Umsatz von rund 2,35 Milliarden Euro ging das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Firmenwertabschreibungen (EBITA) in den ersten neun Monaten 2001 um neun Prozent auf rund 178 Millionen Euro zurück. Die Netto-Verschuldung der Kirch-Media lag Ende September bei rund 2,2 Milliarden Euro.

Zu den Gesellschaftern der Kirch-Media gehört neben Kirchs TaurusHolding (72,62 Prozent) auch Leo Kirchs Sohn Thomas Kirch (6,54 Prozent). Außerdem sind Unternehmen des italienischen Ministerpräsidenten Berlusconi (knapp 5 Prozent), der Medienkonzern News Corp. von Murdoch (2,48 Prozent), die REWE-Gruppe (5,71 Prozent) sowie die Investmentgesellschaft Kingdom Holdings des saudischen Prinzen Al Walid (2,48 Prozent) und mehrere Finanzinvestoren beteiligt.

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