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Viacom an Vivendi-Kabelsendern interessiert

Der US-Medienkonzern Viacom ist nach Angaben aus verhandlungsnahen Kreisen an Kabelsendern der zum Verkauf stehenden Unterhaltungssparte von Vivendi interessiert. Damit steigt die Zahl der Bieter für das Geschäft, zu dem die Universal Filmstudios, TV-Sender und Freizeitparks gehören, auf sechs.

Reuters LONDON/PARIS. Viacom habe Vivendi sein Interesse an den Kabelsendern Sci Fi und USA sowie weiteren Teilen von Vivendi Universal Entertainment (VUE) mitgeteilt und wolle in die zweite Runde des Bieterverfahrens einsteigen, erfuhr Reuters am Donnerstagabend aus den Kreisen. An dem Hollywood-Studio Universal sei Viacom, die bereits die Paramount Filmstudios besitzen, allerdings nicht interessiert. Vivendi-Chef Jean-Rene Fourtou wolle dem Vorstand die sechs Angebote auf einer Sitzung am 1. Juli präsentieren, hieß es in den Kreisen. Sprecherinnen von Viacom und Vivendi lehnten einen Kommentar ab.

Der französisch-amerikanische Vivendi-Konzern will mit dem Verkauf seines Unterhaltungsgeschäfts seinen Schuldenberg abbauen, der den weltweit zweitgrößten Medienkonzern nach AOL Time Warner im vergangenen Jahr an den Rand des Ruins gebracht hatte. Viacom würde mit den Kabelsendern Sci Fi und USA sein eigenes Sender-Portfolio - unter anderem MTV, VH1, Nickelodeon und TV Land - ergänzen.

Andere Angebote meist für gesamte Unterhaltungssparte

Im Gegensatz zu Viacom bieten die meisten anderen Interessenten nach Angaben aus verhandlungsnahen Kreisen für das ganze Geschäft von VUE. So hätten eine Gruppe unter Führung des früheren Universal-Eigentümers Edgar Bronfman jr. sowie Investoren um den Ölmagnaten Marvin Davis Offerten für VUE und das Musikgeschäft Universal Music abgegeben. Der US-Konzern Liberty Media habe ein ebenfalls mögliches Interesse an der Musiksparte in sein Angebot für VUE eingeschlossen.

Das Filmstudio Metro-Goldwyn-Mayer bietet den Kreisen zufolge mehr als 11 Mrd. ? in bar und würde auch Universal Music übernehmen, wenn Vivendi unbedingt verkaufen wolle. Der US-Sendernetzwerk NBC favorisiert die Gründung eines Joint Ventures, an dem Vivendi einen Minderheitsanteil halten würde. Zu den Einzelheiten wollte sich keiner der genannten Konzerne äußern.

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