Mehrere Tote und Vermisste
Unwetter in Bayern fordern Menschenleben

Neue schwere Unwetter haben in der Nacht zum Freitag in Bayern ein Todesopfer gefordert. Nach Angaben der Polizei werden mehrere Menschen noch vermisst.

dpa MÜNCHEN/FREIBURG. Am schlimmsten ist Schwaben betroffen, aber auch in Oberbayern, Franken und Ostbayern wurden seit Donnerstagabend nach heftigen Regenfällen zahlreiche Straßen überflutet. Hunderte von Kellern liefen voll Wasser. Im Breisgau, am Oberrhein und im Schwarzwald verursachten heftige Niederschläge Erdrutsche sowie ebenfalls zahlreiche überflutete Straßen und Keller.

Fünf Personen vermisst

Im schwäbischen Diedorf bei Augsburg kam eine alte Frau ums Leben. Zunächst war nach Polizeiangaben vom Freitagmorgen unklar, ob die 81- Jährige in einem überfluteten Keller ertrank oder einen Herzinfarkt erlitt. Allein in der kleinen Gemeinde seien fünf Personen vermisst, teilte die Polizei mit. Taucher seien in Kellern und in einer Tiefgarage im Einsatz, um die Vermissten zu suchen. "Hier herrscht das absolute Chaos", erläuterte ein Polizeisprecher.

Im Landkreis Unterallgäu wurden nach heftigen Regenfällen zahlreiche Unterführungen überflutet. Das Landratsamt löste Katastrophenalarm aus und forderte die Bewohner auf, unnötige Fahrten zu vermeiden. Für Schüler aus den betroffenen Gebieten entfällt der Unterricht. Zahlreiche Straßen und eine Zugstrecke in der Region sind nicht befahrbar.

Niederschlagsrekorde

Im oberbayrischen Bernbeuren waren die Menschen zeitweise ohne Strom. Zahlreiche Kanaldeckel wurden von den Wassermassen aus der Verankerung gerissen. Auch in der nördlichen Oberpfalz liefen nach heftigen Regenfällen Hunderte von Kellern voll Wasser.

Der Niederschlagrekord in Baden-Württemberg liegt bei 62,7 Liter Regen pro Quadratmeter. Die Bundesstraße 14 bei Rottweil sowie die Landstraße zwischen Freiburg und Stegen mussten gesperrt werden. Nahe der Ortschaft Waldkirch kam es zu einem Erdrutsch, bei dem jedoch niemand verletzt wurde. Die Polizei berichtete von teilweise "katastrophalen Zuständen". Laut Deutschem Wetterdienst sollen die Gewitter im Laufe des Freitags nachlassen, dafür setze Dauerregen ein.

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