Mehrheit der FCC-Kommissare soll Übernahme zustimmen
Telekom-Einstieg bei Voice-Stream steht kurz bevor

Die US-Aufsichtsbehörde für Telekommunikation (FCC) wird den Einstieg der Deutschen Telekom bei dem US-Mobilfunkanbieter Voice-Stream nach Presseberichten in Kürze genehmigen. Damit wäre die letzte Hürde für den Sprung der Telekom auf den US-Mobilfunkmarkt genommen.

afp WASHINGTON. Die US-Aufsichtsbehörde für Telekommunikation (FCC) wird den Einstieg der Deutschen Telekom bei dem US-Mobilfunkanbieter Voice-Stream nach Presseberichten in Kürze genehmigen. Wie die "Financial Times" und das "Wall Street Journal Europe" am Donnerstag berichteten, wird die FCC spätestens bis Mitte April ihre Zustimmung geben. Schon ab dem Wochenende wäre eine Entscheidung möglich. Damit wäre die letzte Hürde für den Sprung der Telekom auf den US-Mobilfunkmarkt genommen. Die Voice-Stream-Übernahme war in den Vereinigten Staaten wegen des hohen Staatsanteils bei dem deutschen Unternehmen auf heftigen Widerstand gestoßen.

Laut "Wall Street Journal Europe" werden mindestens drei der vier FCC-Kommissare für die Übernahme durch die Telekom stimmen. Eine Abstimmung sei bereits am Freitag möglich. Angesichts von Terminschwierigkeiten sei mit einer endgültigen Entscheidung nicht vor nächster Woche zu rechnen. Die "Financial Times" berichtete unter Berufung auf US-Regierungskreise, die Zustimmung der FCC verzögere sich, weil FCC-Kommissare in der Entscheidung gleichzeitig allgemeingültige Grundsätze für künftige Übernahmen von amerikanischen Telefonlizenzen durch ausländische Unternehmen formulieren wollten. Deshalb könne sich die Genehmigung bis Mitte April hinziehen. Formal muss die FCC bis zum Sonntag über den Fall befunden haben. Derartige Fristen werden von der Behörde aber häufig überzogen.

Gegen die Voice-Stream-Übernahme hatte sich eine Front von Gegnern unter der Führung des einflussreichen US-Senators Ernest Hollings gebildet. Hollings wollte erreichen, dass die Übernahme heimischer Telefonkonzerne durch ausländische Unternehmen mit mindestens 25 % Staatsanteil prinzipiell untersagen wird. Die Deutsche Telekom ist noch zu 58 % in Bundesbesitz; mit der milliardenschweren Voice-Stream-Übernahme würde der Staatsanteil auf knapp 46 % sinken.

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