Mehrheit gegen Kanzlerkandidaten der FDP
Schröder baut Vorsprung vor Merkel und Stoiber aus

Bundeskanzler Gerhard Schröder würde eine Direktwahl des Bundeskanzlers laut einer am Freitag veröffentlichten Umfrage klar gewinnen. Bei der Erhebung von infratest dimap für die ARD-Sendung "Bericht aus Berlin" erklärten 60 % der 1 300 Befragten, sie würden dem SPD-Vorsitzenden ihre Stimme geben, falls CDU-Chefin Angela Merkel seine Herausforderin wäre. Diese käme lediglich auf 25 %. Ein Duell Schröders mit dem CSU-Vorsitzenden Edmund Stoiber würde demnach 58 zu 30 % ausgehen.

ap BERLIN. Schröder konnte für den Fall einer Kandidatur von Merkel seine Zustimmungsquote um zwei Prozentpunkte ausbauen, während die CDU-Chefin gegenüber dem Vormonat um drei Prozentpunkte zurückfiel. Damit vergrößerte sich der Gesamtvorsprung des Kanzlers auf 35 %. Gegenüber Stoiber baute Schröder seinen Vorsprung auf 28 % aus, wobei der Unterschied zum Vormonat besonders signifikant war: Schröders Beliebtheitsquote stieg von 50 auf 58 %, Stoiber fiel von 40 auf 30 % zurück.

Ein eigener Kanzlerkandidat der FDP wurde nur von einem guten Drittel der Bundesbürger (36 %) gut geheißen, 58 % der Befragten sprachen sich dagegen aus. Anders sahen dies allerdings die FDP-Anhänger: Von ihnen wollten zwei Drittel (67 %) einen eigenen Kandidaten, nur 32 % hielten dies für `keine gute Idee".

Wenn aber schon ein Kanzlerkandidat der Liberalen, dann sollte dies der Umfrage zufolge der neue Parteichef Guido Westerwelle sein. Dafür stimmten 52 % aller Befragten und 55 % der FDP-Anhänger. Für Westerwelles neuen Stellvertreter Jürgen Möllemann stimmten 25 beziehungsweise 29 %.

Bei der Ermittlung der derzeitigen Wahlabsichten konnte die rot-grüne Koalition gegenüber dem Vormonat leicht zulegen. Demnach käme die SPD auf 41 % der Stimmen (plus zwei Prozent), die Grünen verblieben bei sieben Prozent. Die Union fiel von 36 auf 35 % zurück, die FDP erreichte unverändert acht Prozent. Die PDS würde mit fünf Prozent ebenfalls in den Bundestag einziehen.

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