Mehrheit vergibt Mandate unter Kostenaspekten
Handeln wie auf dem Basar

Die meisten Unternehmen sehen sich übervorteilt, zeigt die Handelsblatt-Anwaltsumfrage 2003. Doch die Qualität stimmt.

DÜSSELDORF. Es darf gefeilscht werden wie auf dem Basar. Die Zeit, in der das Geld noch stank und tunlichst unerwähnt blieb, ist endgültig passé. Unternehmen verhandeln inzwischen mit ihren Anwälten knallhart um die Preise: Rückvergütungen am Jahresende, Rabatte und-staffelungen, Obergrenzen, Rahmenvergütungen - all das ist heute an der Tagesordnung. 63 Prozent der Unternehmen erhalten bereits solche Preisnachlässe von ihren Kanzleien. 41 Prozent der Befragten hatten in der jüngsten Vergangenheit auch bereits Auseinandersetzungen mit ihren Kanzleien wegen der Höhe ihrer Rechnungen. Schlimmer noch: 63 Prozent der Klienten hatten bereits das Gefühl, dabei übervorteilt zu werden.

Dies ergibt die Rechtsanwaltsumfrage 2003 vom "Handelsblatt". Befragt wurden die 1 700 größten Unternehmen in Deutschland. Das Fazit: Die Unternehmen geben ihren Kostendruck weiter. Stark zugenommen haben Preisvergleiche zwischen Kanzleien bevor sie ein Mandat vergeben - und auf 74 Prozent von 49 Prozent vor drei Jahren.

Die Zahlen belegen immer klar, wie sehr sich die Branche gewandelt hat: Die anwaltlichen Dienstleistungen der Großkanzleien sind austauschbar geworden nach den Fusionen zu größeren, internationalen Einheiten. Insgesamt ist die Wechselwilligkeit der Mandanten insbesondere durch die zunehmende Transparenz am Anwaltsmarkt gestiegen. 61 Prozent der Unternehmen denken über Kanzleiwechsel nach oder haben ihn schon hinter sich (2002: 52 Prozent).

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