Mehrheitlich Verluste
Technologiewerte an europäischen Börsen unter Druck

Die europäischen Börsen haben am Dienstag mehrheitlich deutliche Verluste verzeichnet. Händler führten das auf schlechte Vorgaben der Nasdaq sowie eine neue Reihe von Gewinnwarnungen nach US-Börsenschluss zurück. An allen europäischen Handelsplätzen gerieten Technologiewerte unter Druck, nachdem unter anderem der Softwarehersteller Ariba oder das Internet-Technologieunternehmen Inktomi für das zweite Quartal Verluste angekündigt hatten. Bei beiden Unternehmen hatten Analysten mit wesentlich besseren Ergebnissen gerechnet.

Reuters. Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz verlor 2,51 % auf 3 887 Zähler, während der Euro-Stoxx-50-Index für die Standardwerte aus der Europäischen Währungsunion (EWU) 2,75 % auf 4 075 Zähler nachgab.

Gegen Mittag deuteten die wichtigsten Trendbarometer, der S&P 500-Future und der Nasdaq-Future mit acht und 27 Punkten im Minus auf einen schwächeren Start in New York.

Die New Yorker Aktienmärkte hatten am Montag deutlich schwächer geschlossen. Der Dow-Jones-Index ging 1,02 % tiefer bei 9 777 Zählern aus dem Handel. Der technologielastige Nasdaq-Composite-Index schloss 3,11 % schwächer bei 1 782 Zählern.

LONDON - Schwächer mit Verlusten bei Marconi

Die Londoner Börse präsentierte sich schwächer. Der FTSE-Index notierte 2,06 % leichter bei 5 502 Punkten. Die Titel von Telekomausrüster Marconi verloren 8,48 % auf 312 Pence. Zuvor hatte der französische Wettbewerber Alcatel angekündigt, in den USA wegen rückgehender Nachfrage Stellen abzubauen. GlaxoSmithKline-Aktien gaben 2,86 % auf 1 765 Pence ab, und der Kurs der Bank HSBC fiel um 2,27 % auf 818 Pence. Verluste verzeichnete auch der Schienennetzbetreiber Railtrack, die Titel fielen um 13,68 % auf 494 3/4 Pence.

ZÜRICH - Schwächer mit Verlusten bei SAirGroup

Die Schweizer Börse präsentierte sich im Vormittagshandel am Dienstag schwächer. Der SMI-Index notierte 1,95 % niedriger bei 6898 Punkten. Im Mittelpunkt des Handels standen die Titel der SAirGroup mit einem Verlust von 25,77 % auf 131,75 sfr. Das Unternehmen habe am Vortag ein enttäuschendes Jahresergebnis veröffentlicht, hieß es. Händler sagten, solange Unklarheit über weitere Schritte bestehe, dürften die Investoren die Finger von dem Papier lassen. Der Kurs von Industrieschokoladen-Hersteller Barry Callebaut kletterte dagegen 4,55 % auf 230 sfr nach der Vorlage positiver Halbjahresergebnisse.

PARIS - Technologie- und Finanzwerte unter Druck

Die Pariser Aktienwerte präsentierten sich schwächer, gezogen von Technologie- und Finanzwerten. Der Blue-Chip-Index CAC 40 notierte 2,26 % schwächer bei 5 092 Zählern. "Wir werden vielleicht morgen oder übermorgen eine Erholung im Markt sehen können", sagte ein Händler. "Der CAC hat in diesem Jahr schon mehr als 13 % verloren, viel mehr gibt es nicht mehr zu verlieren." Unter Druck geriet der Telekomausrüster Alcatel nach der Mitteilung, 1100 Stellen in den USA zu streichen. Die Titel notierten 6,43 % schwächer bei 31,62 Euro. Der Chiphersteller STMicroelectronics geriet ebenfalls unter Druck, die Aktien verloren 4,65 % auf 36,88. Unter den Finanzwerten verloren Societe Generale, Credit Lyonnais und Axa jeweils rund zwei %.

MAILAND - Breit gestreute Verluste

Die italienischen Aktienwerte tendierten schwächer. Händler führten das auf den allgemeinen Trend zurück. "Wir hatten eine hervorragende Entwicklung in der letzten Woche, jetzt folgen wir den anderen Märkten, insbesondere den USA", sagte ein Händler. Der Mib 30-Index notierte 1,23 % schwächer bei 38.664 Punkten. Unter Druck geriet der Finanzsektor. Die Titel der Banca di Roma verloren 1,63 % auf 1,20 Euro. Der Aktienkurs der Fluggesellschaft Alitalia fiel nach der Vorlage eines höher als erwarteten Verlustes. Die Titel büßten 2,9 % auf 1,70 Euro ein.

MADRID - Negativer Iberia-Start

Die Börse in Madrid präsentierte sich schwächer mit einem relativ schlechten Einstand der Fluggesellschaft Iberia. Iberia-Titel fielen auf 1,15 Euro von ihrem Ausgabepreis von 1,19 Euro. Händler hatten von vornherein einen schwachen Start erwartet. "Der Iberia-Preis ist vernünftig, allerdings erwarte ich unter den derzeitigen schwachen Marktbedingungen keinen Kursflug", hatte ein Händler gesagt. Der Ibex 35-Index notierte gegen Mittag 1,43 % schwächer bei 9190 Euro. Indexschwergewicht Telefonica-Titel verloren 1,76 % auf 17,89 Euro.

AMSTERDAM - Technologietitel gaben nach

Die niederländischen Aktienwerte gerieten im Vormittagshandel deutlich unter Druck, gezogen von den Technologiewerten. Gegen Mittag notierte der AEX-Index 1,86 % leichter bei 547 Punkten. Größter Verlierer war der Kabelbetreiber UPC. Der Kurs gab 9,63 % auf 6,15 Euro nach. Experten führten das auf nachlassendes Investoreninteresse zurück, da immer noch keine langfristige Investmentstrategie vorliege. Der Elektronikkonzern Philips gab ebenfalls ab, der Kurs fiel 5,24 % auf 29,50 Euro.

WIEN - Unverändert bei schwachem Handel

Die österreichischen Aktienwerte präsentierten sich bei schwachen Umsätzen unverändert. "Das ganze ist ein non-event", sagte ein Händler. Der ATX-Index notierte mit minus 0,07 % bei 1175 Zählern. Telekom Austria verloren 1,53 % auf 5,79 Euro. Weitere Abschläge verzeichnete das Telekomunternehmen Cybertron nach der Vorlage von enttäuschenden Ergebnissen am Vortag. Die Titel fielen 4,55 % auf 3,99 Euro. Zulegen konnte BETandWIN, deren Titel kletterten 2,02 % auf 4,54 Euro.

BRÜSSEL - Leichter mit Verlusten bei Banken

Der Börse in Brüssel präsentierte sich bei schwachem Handel leichter, unterstützt von defensiven Werten. Der Bel 20-Index notierte 0,59 % niedriger bei 2862 Punkten. Die Finanztitel, die fast die Hälfte im Bel 20-Index zählen, verloren am Dienstagvormittag nach Zuschlägen am Montag. Fortis gaben 1,4 % auf 29,51 Euro ab. KBC Bancassurance gerieten mit 0,52 % unter Druck auf 45,76 Euro.

STOCKHOLM - Schwach mit Verlusten bei Ericsson

Die Stockholmer Börse präsentierte sich schwach mit deutlichen Verlusten im Telekom - und Bankensektor. Der OMX-Index notierte gegen Mittag mit einem Minus von 3,23 % bei 785 Zählern. Deutliche Verluste verzeichnete der Mobilfunkhersteller Ericsson. Die Titel verloren 6,36 % auf 51,50 Euro. Die Finanzgruppe Nordea geriet ebenfalls unter Druck, die Titel fielen 4,13 % auf 58 Euro. SE Banken verloren 3,35 %.

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