Mehrheitsübernahme an der Bewag AG geplant
HEW will Stromriesen mit Sitz in Berlin schaffen

vwd BERLIN/HAMBURG. Die Hamburgische Electricitätswerke AG (HEW), Hamburg, beabsichtigt durch die Mehrheitsübernahme an der Bewag AG, Berlin, und einem anschließenden Kauf ostdeutscher Energieversorger, einen neuen deutschen Stromriesen zu schaffen. Vorstandsvorsitzender Manfred Timm kündigte am Freitag in mehreren Tageszeitungen an, dass der Sitz dieses Unternehmens Berlin sein soll. "Ich bin sicher, dass der Berliner Senat dieses Konzept mit trägt", sagte Timm der "Berliner Zeitung". Selbst wenn es nur beim Zusammenrücken von HEW und Bewag bliebe, wäre der Standort für viele Aktivitäten eher Berlin, weil dort der "größere Markt" sei.

HEW strebe "auf keinen Fall" eine Aktionärsposition an, aus der heraus die Bewag beherrscht werden soll. Rechtlich blieben HEW und Bewag getrennt und die jeweiligen Firmensitze in Hamburg und Berlin erhalten. Dies sei aber "nur ein Zwischenschritt". Dem "Handelsblatt" sagte Timm, dass er für ein gemeinsames Angebot der HEW und Bewag zur Übernahme der Veag AG, Berlin, werbe. Auch die Lausitzer Braunkohle AG (Laubag), Senftenberg, und gegebenenfalls der Regional-Versorger envia Energie Sachsen Brandenburg AG, Chemnitz, stünden im Blick der HEW. Der "Welt" sagte Timm, dass seine "Wunschvorstellung" eine Fusion von Bewag, Veag und HEW wäre.

Zur heftigen Kritik des Bewag-Großaktionärs Southern Energie, Atlanta, sagte der Vorstandsvorsitzende im "Handelsblatt", das Ziel der angedrohten juristischen Auseinandersetzung die E.ON als Verkäufer wäre. HEW gehe "kooperativ" auf Southern zu. "Ich könnte mir vorstellen, dass nach dem ersten Schock wieder das normale geschäftliche Interesse überwiegt." HEW wäre aber auch bereit, der Southern ihren Bewag-Anteil in Höhe von 26 % abzukaufen.

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