Mehrstufiges Zwischenabkommen in der Diskussion
Palästinenser lehnen Scharons Friedenskonzept ab

Die Bedingung für das mehrstufige Zwischenabkommen soll ein Waffenstillstand und der gemeinsame Kampf gegen Terrorismus sein, lautet der Vorschlag vom israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon.

dpa RAMALLAH/WASHINGTIN. Die Palästinenser lehnen die jüngsten Vorschläge des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon zur Fortsetzung des Friedensprozesses in der Region strikt ab. Das betonte der palästinensische Informationsminister Jassir Abed Rabbo am Dienstag im palästinensischen Rundfunk. Scharon hatte am Montag vor US-amerikanischen Journalisten ein Friedenskonzept vorgeschlagen, das mit einem Waffenstillstand zwischen beiden Seiten und gemeinsamer Bekämpfung des Terrorismus beginnt zu einem mehrstufigen Zwischenabkommen führen soll. Scharon zeigte sich zwar zu territorialen Zugeständnissen bereit, bestand jedoch weiter auf israelischer Souveränität über Jerusalem.

Dazu meinte Rabbo: "Wenn die Amerikaner dem folgen, was Scharon sagt, wird das Ergebnis für die ganze Region katastrophal sein und die Sicherheit und Stabilität gefährden." Die USA hätten eine Hauptrolle (in dem Konflikt) und sollten die "Illusionen" Scharons ignorieren, sagte der Minister. Scharon ziele lediglich darauf ab, die "Besetzung der Palästinensergebiete und die Aggression gegen die Palästinenser zu zementieren", indem er die Region "wie schon vor 20 Jahren zu einer Explosion führe".

Im Gegensatz zu Scharon sprach sich Israels Außenminister Schimon Peres am Dienstag dafür aus, sämtliche mit den Palästinenser vereinbarten Verträge im Rahmen des Friedensprozesses auch umzusetzen. Dies, so der ehemalige Ministerpräsident der Arbeitspartei, schließe auch den in Oslo vereinbarten dritten israelischen Truppenrückzug aus den Palästinensergebieten ein, den der frühere Ministerpräsident Ehud Barak im vergangenen Juni verweigert hatte.

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