Mehrwegquote 2001 erneut deutlich unterschritten
Dosenpfand ist unumgänglich

Der Mehrweganteil bei Getränken ist weiter auf dem Rückmarsch.

DÜSSELDORF. In einer aktuellen Nacherhebung für den Zeitraum von Mai 2000 bis April 2001 kommt das Bundesumweltministerium nach Informationen der "WirtschaftsWoche" zu dem Ergebnis, dass die Mehrwegquote nur noch bei rund 63 Prozent liegt. Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestquote liegt bei 72 Prozent.

Mit der neuen Erhebung hat die Getränkeindustrie seit 1997 bereits zum vierten Mal die Quote unterschritten. Damit ist nach der Verpackungsverordnung ein Pflichtpfand auf Dosen und Einwegflaschen überfällig. Erstmals verfehlte die Getränkeindustrie auch bei Erfrischungsgetränken mit Kohlensäure die Quote deutlich um fast zehn Prozent mit 64,8 Prozent (1999: 74,8 Prozent). Zurückzuführen ist die Entwicklung auf den verstärkten Einsatz von Dosen und Einweg-PET-Flaschen im Handel.

Nach der geltenden Verpackungsverordnung tritt sechs Monate nach der Veröffentlichung dieser Zahlen im Bundesanzeiger automatisch das Pflichtpfand in Kraft - auch gegen den Widerstand der Bundesländer. Der Bundesrat hatte sich im vergangenen Jahr unter Führung von Bayern und Nordrhein-Westfalen gegen das Pfand ausgesprochen. Heute entschied das Oberverwaltungsgericht in Berlin, dass die Mehrwegquote veröffentlicht werden darf, wogegen die großen Handelskonzerne geklagt hatten.

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