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Mehrwegquote bei Getränken sinkt dramatisch

Wenige Monate vor dem geplanten Start des Dosenpfands verdrängen Getränke-Einwegverpackungen die Mehrwegflaschen aus deutschen Haushalten.

dpa BERLIN. Dort wurden in den ersten drei Monaten des Jahres nach einer Untersuchung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) nur noch gut die Hälfte (56 %) der Getränke aus Pfandflaschen konsumiert. Bis September 2001 lag der Wert noch bei 62,5 %. Verbände mittelständischer Brauereien, des Getränkefachhandels und des Umweltschutzes beklagten die Entwicklung am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung.

Die gesetzlich vorgeschriebene Mehrwegquote liegt bei 72 %. Mit der offiziellen Quote ist der von der GfK ermittelte Wert allerdings nicht vergleichbar, da dort nur Haushalte - nicht aber etwa Gaststätten - erfasst sind. Wegen des wiederholten Unterschreitens der gesetzlichen Mehrwegquote müssen Verbraucher nach den Plänen der Bundesregierung vom 1. Januar 2003 an erstmals auch auf Getränke-Einwegverpackungen Pfand zahlen. Die Verpackungsverordnung geht noch auf die alte Union/FDP-Regierung zurück.

Die Verbände wiesen darauf hin, dass jede verschwundene Mehrwegflasche von durchschnittlich 40 Getränkedosen und Einweg- Plastikflaschen ersetzt wird. Der Geschäftsführer des Bundesverbandes mittelständischer Privatbrauereien, Roland Demleitner, sagte: "Der Rückgang der Mehrwegquote übertrifft unsere schlimmste Befürchtung und stellt ein Absinken der Mehrweganteile dar, wie wir es in seiner Dynamik noch nicht erlebt haben." Das Dosenpfand werde aber eine Trendumkehr bewirken.

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