Mehrwertlogistik hilft der Autoindustrie
Rudolph wäscht für BMW am laufenden Band

Wer sich der Herausforderung stellt, Produktionspartner der Kfz-Branche zu sein, erntet im Outsourcing-Feld der Industrie neues Umsatzwachstum. Direkt neben dem BMW-Werk Dingolfing hat die Rudolph Logistik Gruppe, Baunatal, am 21. Mai ein neues "Logistikterminal mit Mehrwert" für den Automobilhersteller offiziell eingeweiht.

"Wichtigstes Equipment" ist laut Johann Burghardt "eine 88 m lange Bandwaschanlage für die Reinigung von Karosseriebauteilen". Mit dem Produktionsstart der neuen 5er-Reihe hatte der Rudolph-Projektleiter schon vor einigen Monaten das neue 27 700 m2 große Servicezentrum für seinen Kunden in Betrieb nehmen können.

Seither reinigen die 70 qualifizierten Rudolph-Mitarbeiter des Zentrums in zwei Schichten täglich rund 15 000 Aluminium- und Stahl-Karosserieteile und lagern die montagefertigen Fahrzeugbleche für die Produktion im angrenzenden BMW-Werk zwischen.

"Dieses Projekt bedeutet einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung verstärkter Dienstleistungstiefe", begründet Werner Rudolph die mit 17 Mill. Euro größte Einzelinvestition seines Unternehmens. Der geschäftsführende Gesellschafter der Rudolph Logistik Gruppe, der die "Automotive Logistik" als seinen wichtigsten Geschäftsbereich betrachtet, konnte den Anteil in dieser Sparte am Gesamtumsatz 2002 (156,2 Mill. ?) um 7 % auf rund 66 % ausweiten. Weiter rückläufig zeigte sich dagegen die Tendenz bei der klassischen Spedition: Der Umsatzanteil sank von 20,1 % in 2001 auf nunmehr nur noch 16,8 %. Werner Rudolph erwartet auch in 2003 ein anhaltend starkes Wachstum im Bereich Automobillogistik und plant bereits internationale Geschäftserweiterungen und die Gründung weiterer Standorte. Umso mehr konnte sich der Unternehmenssprecher über den gelungenen Projektstart in Dingolfing freuen.

Der Weg zum fertigen Karosserieteil beginnt mit dem zunächst als Coil - also in Rollenform - angelieferten Rohmaterial. Es wird im BMW-Presswerk Dingolfing in Platinen geschnitten und anschließend in großen Pressen in Form gebracht. Danach übernehmen schon die Mitarbeiter des Logistikdienstleisters die Teile und transportieren sie in ihr neues Logistikzentrum. "In unseren Großwaschanlagen werden sie von Fetten und sonstigen Produktionsrückständen befreit", erklärt Burghardt. Anschließend warten die Teile im Logitikzentrum auf den Abruf der BMW-Montagelinien. Darauf hin bringen die Rudolph-Mitarbeiter die benötigten Teile punktgenau zum Karosseriebau.

Seit Mitte 2001 sorgt der Logistikpartner des Automobilherstellers auch für die Qualitätskontrolle von Pressteile-Zulieferungen. Sechs von der BMW Group geschulte Rudolph-Mitarbeiter checken täglich etwa 2 300 Kaufteile nach genau vorgegebenen Qualitätskriterien. Indessen kann sich der Automobilbauer verstärkt auf seine Kernkompetenzen konzentrieren. Si

Quelle: VDI Nachrichten vom 30.05.2003

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