Meilensteinzahlungen aus Pharma-Allianz
GPC Biotech verringert Quartalsverlust

Die auf die Entwicklung von Krebsmedikamenten spezialisierte GPC Biotech AG hat im ersten Quartal mit Meilensteinzahlungen aus der Pharma-Allianz mit Großaktionär Altana ihren Verlust um fast ein Drittel verringert.

Reuters MARTINSRIED. "GPC Biotech ist sehr gut in das Jahr 2003 gestartet", fasste Vorstandschef Bernd Seizinger am Dienstag die Geschäfte in den ersten drei Monaten 2003 zusammen. Der Fehlbetrag sei auf 4,6 (Vorjahr: minus 6,5) Mill. ? gesunken, der Umsatz um 20,5 % auf 6,1 Mill. ? gestiegen. GPC habe sechs mit dem Partner Altana definierte Forschungsziele - so genannte Meilensteine - erreicht und dafür Zahlungen erhalten, begründete das im TecDax gelistete Unternehmen die Entwicklung. Dazu habe sich der Aufwand für Forschung und Entwicklung um 9,7 % auf 8,6 Mill. ? verringert.

Die liquiden Mittel bezifferte GPC Biotech mit 111,5 Mill. ?. Der Mittelabfluss aus Investitionen und operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cash-Burn) sank im ersten Quartal auf 6,3 (6,5) Mill. ?.

Analysten bezeichneten die Zahlen als insgesamt gut. "Der Umsatz liegt in line, der Nettoverlust ist aber niedriger als erwartet. Die Kooperation mit Altana läuft offensichtlich gut", sagte Thomas Höger, Biotech-Analyst bei der DZ-Bank. Außerdem habe das Unternehmen seine Kosten im Griff, ergänzte Thomas Brenning von HelabaTrust. Die GPC-Aktien, die am Montag in Erwartung guter Zahlen kräftig zugelegt hatten, konnten im frühen Handel am Dienstag allerdings nicht mehr von den Ergebnissen profitieren und notierten 2,6 % im Minus.

Der am weitesten entwickelte Medikamentenkandidat von GPC ist das Mittel Satraplatin zur Behandlung von Prostatakrebs. Weil die Entwicklung der eigenen Medikamentenkandidaten eher schleppend verläuft, hatte GPC die Lizenz dieses Präparats im Oktober 2002 vom US-Unternehmen NeoTherapeutics erworben. Die Markteinführung ist für 2007 angepeilt. Zudem vermarktet GPC seine so genannte LeadCode-Technologie, mit der die Wirksamkeit von Proteinen ermittelt werden soll. Als ersten Partner hatte GPC den US-Pharmakonzern Eli Lilly im Januar gewonnen.

Vorstandschef Seizinger gab sich für den weiteren Jahresverlauf zuversichtlich: "Wir bestätigen unseren positiven Ausblick für das Geschäftsjahr 2003 und gehen davon aus, weitere Fortschritte zu erzielen, sowohl in der Medikamentenentwicklung im Bereich der Krebstherapie als auch bei der Vermarktung unserer Technologien."

Vor allem wegen der Kosten für die etwa 800 Patienten umfassende klinische Studie der Phase III für Satraplatin, die im dritten Quartal 2003 starten soll, schließt GPC Biotech für 2003 allerdings einen höheren Verlust als im Vorjahr nicht aus. Bisher hat das Unternehmen für dieses Jahr einen Umsatzanstieg auf 22 bis 23 (Vorjahr: 21,5) Mill. ? und einen Verlust nach Steuern von 33 bis 38 (34,5) Mill. ? prognostiziert.

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