"Mein Lieblingsverein ist Borussia Mönchengladbach"
Joachim Schlömer: „Mich treibt die Neugierde weiter“

Das Handelsblatt Weekend Journal im Gespräch mit Joachim Schlömer:Tänzer, Regisseur und Choreograf.

Handelsblatt: Sie gastieren am 21. und 22. Oktober mit ihrem Stück "Les Larmes du Ciel" in Köln. Welches ist Ihr Stil als "Grenzgänger zwischen den Künsten"?

Joachim Schlömer: Muss man für Stil nicht erst ein bestimmtes Alter erreichen? Mich treibt immer die Neugierde weiter. Deshalb gehe ich ja vom Tanz zum Schauspiel zur Oper und wieder zurück, gehe in den Film rein, zurück zum Schauspiel, zum Tanz ... Nein, ich möchte mich nicht festlegen auf ein "So bin ich, das tue ich".

Welchen Stil bevorzugen Sie bei anderen Männern?

Wenn man auch als Mann verletzbar, das heißt, menschlich und durchlässig bleiben kann, was bei Männern nicht so häufig ist, dann ist das Stil.

Was bedeutet Schönheit für Sie?

Schönheit hat für mich etwas mit Ausstrahlung zu tun. Beim Tango tanzen habe ich mal mit einer Dame getanzt, so um die 60, klein, nicht gerade ein Schönheitsideal. Aber im körperlichen Kontakt mit ihr hat sich tatsächlich das Körperverhältnis verändert. Da erfährt man, was äußerliche Schönheit noch wert ist ... nämlich sehr, sehr wenig.

Was empfinden Sie als stillos?

Jemand, der sich nicht mehr als Teil einer sozialen Gemeinschaft sieht, sondern einfach so lebt.

Welches ist Ihr liebstes Reiseziel und warum?

Indonesien. Ich liebe es einfach, morgens um sieben aufzustehen, zu wissen, es ist warm, und ich kann Yoga machen.

Was darf auf keinen Fall fehlen, wenn Sie auf Reisen gehen?

Meine Flip-Flops, die Badeschlappen für 1 Euro, mein Sarong und gute Bücher.

Auf welches Markenprodukt möchten Sie nicht mehr verzichten?

Jeder nimmt zwar welche, aber mir sind sie nicht wichtig.

Welchen Teil Ihrer Zeitung lesen Sie als ersten?

Den Sportteil, ich interessiere mich sehr für Fußball, die Bundesliga. Ich mag auch Tennis.

Ihr Lieblingsverein?

Borussia Mönchengladbach.

Die Menschen in Ihrem Stück "Fit for life" sind alle therapie-bedürftig. Sie auch?

Ich? Nein, meine Therapie ist es, grundsätzlich immer mit Menschen zusammenzuarbeiten. Bei mir ist die Arbeit schon Therapie.

Ist "Fit for life" auch Ihr Lebensprinzip?

Rohkost? Ich hab? das mal probiert, das ist sehr hart. Trennkost mache ich seit vier Jahren. Ich habe schon bestimmte Ernährungsprinzipien: Ich rauche nicht, trinke nicht, esse keinen Zucker, trinke keinen Kaffee. Solange ich genügend gutes Obst habe, ist das okay.

Die Fragen stellte Klaus Keil.

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