Mein Stil: 10 Fragen an Prominente
Blacky Fuchsberger: "Ich hasse Schlips und liebe Armani"

Das Handelsblatt im Gespräch mit Joachim "Blacky" Fuchsberger, Schauspieler und Moderator.

Sie standen vergangenes Jahr als "Der Priestermacher" auf der Bühne. Was faszinierte Sie an dieser Rolle?

Ich wollte immer einen Geistlichen spielen, das war für mich die Traumrolle, auf die ich ein Leben lang gewartet habe.

Was war so faszinierend daran?

Das war ein Thema, das jedem unter die Haut geht. Das Stück benannte die Gründe für die Krise der katholischen Kirche. Warum laufen ihr die Gläubigen weg? Wie steht sie als Institution zur Unfehlbarkeit des Papstes, zur unbefleckten Empfängnis Mariens, dem Zölibat und zur Homosexualität. Nach dem Erlebnis des Zweiten Weltkriegs hatte ich mich von der Kirche abgewandt. Ich brauche keinen visualisierten Gott mit Wallebart, der die Menschen nach Gutdünken in Himmel oder Hölle verbannt. Aber kann man in Zeiten der Globalisierung noch davon ausgehen, dass es einen Stellvertreter Gottes auf Erden gibt?

Wie würden Sie ihren persönlichen Stil beschreiben?

Der Drang nach Unabhängigkeit war lebensbestimmend, dafür habe ich mehr als für meine Karriere gearbeitet. Und: Ich hasse Schlips und liebe Armani. Aber es gibt nichts Bequemeres als das Outfit einesPriesters.

Welchen Stil bevorzugen Sie bei Frauen?

Sie müssen Klasse haben und klassisch gekleidet sein.

Was empfinden Sie als stillos?

Einen 60-Jährigen in der Maximilianstraße in kurzen Lederhosen vor Moshammers Geschäft.

Was bedeutet Schönheit für Sie?

Harmonie - das gilt für Menschen wie für Kunstwerke.

Welchen Teil der Zeitung lesen Sie als ersten?

Ich verweigere Zeitungslektüre weitgehend. Was ich in "Focus" und "Spiegel" lese, das sind wissenschaftliche Abhandlungen und technische Berichte.

Welches ist Ihr liebstes Reiseziel?

Australien, denn das ist meine zweite Heimat, wo ich die Hälfte des Jahres lebe.

Wenn Sie reisen, was darf auf keinen Fall fehlen?

Meine Frau. Sonst reise ich nicht.

Wie sind die Rollen bei Ihnen verteilt?

Ich koche leidenschaftlich gern schwäbische Spezialitäten wie saure Kartoffelrädle oder Gaisburger Marsch. Sie macht seit 48 Jahren die Finanzen.

Die Fragen stellte Barbara Reitter-Welter.

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