Meinung des Conference Board
Institut: Erneute Rezession in den USA unmöglich

Die US-Wirtschaft wird nach Einschätzung des unabhängigen Forschungsinstituts Conference Board in diesem Jahr entgegen der Sorgen vieler Anleger wohl nicht in eine erneute Rezession abgleiten.

Reuters NEW YORK. Das US-Wachstum im zweiten Halbjahr werde deutlich eine Erholung zeigen, teilten die Wirtschaftsforscher am Mittwoch mit. Falls nicht unerwartet ein externer Schock für die Verbraucherpreisentwicklung oder die nationale Sicherheit auftrete, sei eine erneute Rezession praktisch unmöglich, sagte die Chefvolkswirtin des Instituts, Gail D. Fosler.

Nach einer Reihe überraschend schwacher Konjunkturdaten war an den Finanzmärkten jüngst die Furcht vor einer so genannten "Double-Dip"-Rezession in den USA aufgekommen. Auch die US-Notenbank (Fed) hatte am Dienstag vor einer erneuten Konjunkturabschwächung gewarnt und damit Analysten zufolge die Tür für mögliche Zinssenkungen im Jahresverlauf geöffnet.

Nach einer ersten Schätzung verlor die US-Wirtschaft im zweiten Quartal so stark an Fahrt, dass sich auf das Jahr hochgerechnet beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) nur noch ein Plus von 1,1 % ergab nach fünf Prozent im ersten Quartal. In den ersten neun Monaten 2001 war die US-Wirtschaftsleistung geschrumpft. Bereits bei zwei aufeinanderfolgenden Quartalen mit negativen Wachstumsraten sind nach der gängigsten Definition die Bedingungen für eine Rezession erfüllt. Sollte das BIP dann nach einer kurzen Erholungsphase erneut zurückgehen, sprechen Volkswirte von einer "Double-Dip"-Rezession.

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