Meinung
Mehrheitsmeinung: Eine kräftige Zinssenkung ist nötig

Die Inflationsrisiken sind gegenwärtig gering, die Wachstumsrisiken erheblich. Um einer weiteren Abschwächung gegenzusteuern, das Vertrauen zu stützen und Zinserwartungen zu stabilisieren halte ich eine kräftige Zinssenkung für erforderlich.

Ein fortgesetzt schwaches Wachstum wird die Produktionslücke weiter vergrößern. Die erwartete Beschleunigung im zweiten Halbjahr 2003 ist mit ungewöhnlich hohen Risiken behaftet. Die Finanzpolitik wird restriktiver werden, da die größeren Länder Anstrengungen unternehmen werden, den Stabilitätspakt zu erfüllen.

Der Wechselkurs des Euro wird weiter steigen, da Kapitalströme in die USA nachlassen dürften. Auch dies wird das Wachstum belasten. Die Inflationsrate wird in der nahen Zukunft zwar noch über zwei Prozent verharren, aber die Kernrate dürfte ihren Höhepunkt überschritten haben. Niedriges Wachstum und eine steigende Produktionslücke werden die Inflation auf mittlere Sicht nach unten drücken. Lohnsteigerungen werden nur die Arbeitslosigkeit, nicht aber die Inflation erhöhen.

Schließlich könnte das Kreditwachstum bei schwacher Konjunktur weiter nachlassen. Das starke Geldmengenwachstum reflektiert nur eine hohe Liquaitätspräferenz angesichts volatiler Finanzmärkte.

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