Meinung von technischen Analysten
Marktumfrage: Nach kurzer Konsoliderung geht´s weiter aufwärts

Technische Analysten erwarten für die nächsten Handelstage etwas leichtere Kurse am deutschen Aktienmarkt. Aktuell sei der Markt überkauft, so dass die Kurse in den nächsten Tagen noch konsolidieren dürften, sagt Heinz Stork, Charttechniker bei der Nols AG. Am Bestand des mittelfristigen Aufwärtstrend ändere sich aber nichts. Stork sieht bereits bei 2 840 Punkten die nächste Unterstützung.

vwd FRANKFURT. Sollte diese Marke nicht halten, könne der Markt auf das vergangene Konsolidierungstief bei 2 685 Punkten rutschen. Kurse darunter seien aber nicht zu erwarten, so der Analyst. Nach dem kleinen Rückschlag erwartet der technische Stratege wieder steigende Kurse bis über 3 000 Zähler. Der Nächste Widerstand sei bei der 200-Tage-Linie auszumachen, die aktuell bei 3 093 Stellen liege. Sollte diese nachhaltig überwunden werden, dürfte es weiter aufwärts gehen bis 3 157 Punkte.

Klaus Tafferner, technischer Analyst bei Concord Effekten, erwartet für die kommenden Tage ebenfalls eine leichtere Tendenz im Dax. Die Frage sei, ob die Abwärtskurve flach verlaufe und den Dax bis auf maximal 2 785 Punkte führe oder ob es steiler abwärts gehe bis auf 2 700 Stellen. "Sicher ist in jedem Fall, dass der jüngste Anstieg erst einmal verdaut werden muss", sagt Tafferner. Doch auch er sieht einen mittelfristig intakten Aufwärtstrend, seine Kursziele sind optimistisch. Das nächste mittelfristige Kursziel im Dax liege bei 3 110 Punkten. Danach könne der Leitindex sogar bis auf 3 465 Zähler steigen.

Marcel Mußler von den Mußler-Briefen rechnet dagegen mit keiner echten Konsolidierung: "Eine Korrektur sucht der Dax nicht." Technisch nähmen vielmehr die "bullishen" Anzeichen zu, allerdings werde das Problem der Überkauftheit in den kommenden Tagen auch nicht kleiner, räumt Mußler ein. Das maximale Abwärtsrisiko sei bei 2 685 Zählern begrenzt. Er rechne aber zunächst mit einer Trading-Range von 2 840 bis 2 915 Punkten. Eine mittelfristige Aufwärtsbewegung stoße bei 3.100 Stellen auf einen ersten Widerstand, danach liege die nächste Marke bei 3 157 Zählern.

Bei den Einzelwerten stechen unter anderem Siemens und die Deutsche Post ins Auge. Die Titel pendelten derzeit um die 200-Tage-Linie und hätten noch Aufwärtspotenzial, so Heinz Stork von Nols. Gut sehe es auch nach wie vor bei den Versicherern aus. Diese seien zwar in der jüngsten Vergangenheit gut gelaufen, hätten aber immer noch Potenzial bis zur 200-Tage-Linie. Darüber hinaus halten sich Stork zufolge Deutsche Telekom relativ stabil. Sollte der Widerstand bei 12,33/34 Euro herausgenommen werden, gebe es Luft bis auf glatt 13 Euro.

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