Meiste Abnehmer in Asien: Epcos prüft Umzug der Zentrale ins Ausland

Meiste Abnehmer in Asien
Epcos prüft Umzug der Zentrale ins Ausland

Die ehemalige Siemens-Tochter hat für ihren Konzernsitz Standorte in Asien ins Auge gefasst. Ein solcher Schritt würde Sinn machen.

cbu/jojo MÜNCHEN. Die Münchener Epcos AG erwägt eine Verlegung ihres Hauptsitzes ins Ausland. "Wir spielen verschiedene Szenarien durch und denken auch über Standorte außerhalb Europas nach", sagte Vorstandschef Gerhard Pegam dem Handelsblatt. Im Gespräch sind unter anderem Standorte in Asien. "Die Verwaltung würde dem operativen Geschäft hinterherziehen", betonte Analyst Thomas Hofmann von der Landesbank Rheinland-Pfalz. "Das könnte schon Sinn machen."

Der Umsatzanteil des Asiengeschäfts von Epcos nimmt stark zu. Die frühere Siemens-Tochter produziert passive elektronische Bauelemente. Solche Teile werden in fast jedes elektronische und elektrische Gerät eingebaut. Die meisten Abnehmer dafür sitzen in Asien.

Auch der Münchener Halbleiter-Konzern Infineon, ebenfalls eine ehemalige Siemens-Tochter, prüft seit einigen Monaten einen Umzug seines Hauptsitzes ins Ausland. Ziel von Infineon-Chef Ulrich Schumacher ist es, weniger Steuern zu zahlen, um mit den Konkurrenten auf dem Weltmarkt mithalten zu können. In beiden Fällen ist aber noch keine Entscheidung gefallen.

Wichtiger als ein Umzug des Konzernsitzes sei aber die Verlagerung der Produktion ins Ausland, unterstrich Pegam. Epcos baut seit Monaten Arbeitsplätze in Deutschland ab und erweitert die wesentlich billigere Fertigung in Asien.

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