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Meister Werder weiter auf Erfolgskurs

Ein perfekter Start für den Meister, eine verpatzte Premiere im neuen Borussia-Park und ein denkwürdiger Sieg für Neuling FSV Mainz 05 haben den zweiten Spieltag in der Fußball- Bundesliga geprägt.

dpa DÜSSELDORF. Ein perfekter Start für den Meister, eine verpatzte Premiere im neuen Borussia-Park und ein denkwürdiger Sieg für Neuling FSV Mainz 05 haben den zweiten Spieltag in der Fußball- Bundesliga geprägt.

Dem 4:0 von Titelträger Werder Bremen bei Hansa Rostock hatte Meisterschaftsfavorit Bayern München nur ein 1:1 vor eigener Kulisse gegen Hertha BSC entgegenzusetzen. "Ich hätte mir meine Heimpremiere schöner vorgestellt", meinte Bayern-Coach Felix Magath. Während Aufsteiger FSV Mainz 05 mit dem 2:1 gegen den Hamburger SV den ersten Bundesligasieg feierte, verpatzte indes Borussia Mönchengladbach den ersten Auftritt in der neuen Arena mit einem 2:3 gegen Borussia Dortmund.

Der Vorjahres-Dritte Bayer Leverkusen bestätigte beim 2:2 (0:1) beim VfL Bochum seine gute Form. Vier Tage nach der 5:0-Gala in der Champions-League-Qualifikation gegen Banik Ostrau schaffte es die Mannschaft von Trainer Klaus Augenthaler beim Uefa-Cup-Teilnehmer, zwei Mal einen Rückstand auszugleichen. Dem SC Freiburg gelang eine kleine Überraschung. Die Breisgauer kamen zu einem 1:0 (0:0) beim VfL Wolfsburg. Der eingewechselte Regis Dorn erzielte in der 85. Minute den Siegtreffer und schoss sein Team hinter Bayer Leverkusen auf den sechsten Tabellenplatz.

Trotz des deutlichen Auswärtssieges in Rostock durch die Treffer von Ivan Klasnic (2), Johan Micoud und Petri Pasanen gab es noch viel Leerlauf im Bremer Team. Verteidiger Valerien Ismael bemängelte bei sich und seinen Kollegen in erster Linie die mangelnde Konzentration in den ersten 45 Minuten: "Wir wissen, dass wir viel Glück gehabt haben. In der Champions League klappt so etwas wie heute nicht. In Zukunft müssen wir von Beginn an voll da sein", sagte der Franzose. Die sieg- und torlosen Rostocker, die etliche Torchancen vergaben, stehen schon nach zwei Spieltagen wieder mit dem Rücken zur Wand.

Ohne ihre goldenen Auswärtstrikots musste sich Rekordmeister FC Bayern München bei der Heimpremiere von Trainer Felix Magath mit einem 1:1 gegen Hertha BSC begnügen. "Wir haben noch Probleme, auf das umzuschalten, was der Trainer verlangt", meinte Bayern-Profi Mehmet Scholl. Marcelinhos frühen Führungstreffer glich Torjäger Roy Makaay nach der Pause aus. "Die Mannschaft ist eindrucksvoll zurückgekehrt und mit einem Punkt für die leidenschaftliche Abwehrleistung belohnt worden", sagte Hertha-Trainer Falko Götz.

Eine spektakuläre Partie bot Borussia Mönchengladbach beim ersten Bundesligaspiel im neuen Borussia-Park, stand nach dem 2:3 gegen Borussia Dortmund aber ohne Punkte da. "Wir haben uns spielerisch verbessert und das stimmt mich optimistisch für die nächsten Wochen", sagte Gladbachs Coach Holger Fach. Zwei Mal lag sein Team durch den Premierentreffer von Ivo Ulich und dem 2:1 von Markus Hausweiler in Führung. Niclas Jensen, Jan Koller und Ewerthon brachten den BVB zurück ins Spiel. "Wenn wir weiter so gut spielen, haben wir Chancen auf die Meisterschaft", meinte Dortmunds Kapitän Dede.

Umjubelter Spieler des Tages beim Aufsteiger FSV Mainz 05 war der Doppeltorschütze Antonio da Silva, der mit seinen beiden Treffern zum 2:1 gegen den Hamburger SV den ersten Bundesligasieg des Neulings sicherte. "Jetzt haben die Fans gesehen, dass wir wirklich gewinnen können und in der Bundesliga angekommen sind", jubelte der Mainzer Trainer Jürgen Klopp. Für seinen Kollegen Klaus Toppmöller hingegen brechen nach zwei Auftaktniederlagen schwere Zeiten an.

Beim 2:1-Sieg des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Kaiserslautern stahl der zweimalige Torschütze Gerald Asamoah dem frisch gekürten "Fußballer des Jahres" Ailton die Show. "Mich hatte doch keiner mehr auf der Rechnung, nachdem man Ailton geholt hatte", sagte Asamoah.

Ohne die Nationalspieler Kevin Kuranyi, der erst spät eingewechselt wurde, und Philipp Lahm kam der VfB Stuttgart beim Aufsteiger 1. FC Nürnberg zu einem 1:1. "Vier Punkte nach zwei Spieltagen hätten wir uns kaum erhofft", sagte Nürnbergs Präsident Michael A. Roth.

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