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Meistgesuchter Saudi-Extremist gefasst

Washington/Riad/Islamabad (dpa) - In Saudi-Arabien und Pakistan haben die Sicherheitskräfte wichtige Erfolge im Kampf gegen El Kaida erzielt. In Saudi-Arabien wurde am Donnerstag der meistgesuchte islamistische Extremist, der militante Geistliche Faris el Sarani, gefasst.

Washington/Riad/Islamabad (dpa) - In Saudi-Arabien und Pakistan haben die Sicherheitskräfte wichtige Erfolge im Kampf gegen El Kaida erzielt. In Saudi-Arabien wurde am Donnerstag der meistgesuchte islamistische Extremist, der militante Geistliche Faris el Sarani, gefasst.

In Pakistan haben die Behörden in den vergangenen Wochen mit Hilfe erheblicher Summen und modernster Technologie aus den USA reihenweise wichtige El-Kaida-Mitglieder verhaften können.

In Pakistan befürchten die Sicherheitsdienste nach den jüngsten Erfolgen verstärkt Anschläge auf Regierungsmitglieder. Informationsminister Sheikh Rashid Ahmad und Innenminister Faisal Saleh Hayat wurden von den Geheimdiensten gebeten, jeden öffentlichen Auftritt zu meiden. Dies verlautete am Freitag aus Regierungskreisen in Islamabad. Allein auf Präsident Pervez Musharraf waren bisher drei Anschläge verübt worden, bei denen Dutzende von Menschen getötet wurden, das Staatsoberhaupt selbst aber unverletzt blieb.

Der saudi-arabische Extremist El Sarani leistete laut dem britischen Sender BBC bei seiner Festnahme am Donnerstagabend in der gebirgigen Provinz Abha etwa 800 Kilometer von der Hauptstadt Riad entfernt keiner Widerstand. Er steht als einer von drei Geistlichen auf der Liste der 26 meistgesuchten Extremisten des Königreichs. Die Gesuchten sollen alle Verbindungen zum Terrornetzwerk El Kaida haben. El Sarani habe nach dem Tod des Anführers Abdelasis el Mukrin eine zentrale Rolle in der saudiarabische Terrorzelle von El Kaida gespielt, hieß es.

Der Erfolg der pakistanischen Polizei war der «Washington Post» vom Freitag zufolge vor allem auf Grund amerikanischer Hilfe möglich. Die Zeitung beruft sich auf Regierungsquellen. Mit Hilfe von mehreren Millionen Dollar vom Geheimdienst CIA sowie moderner Geräte der US- Dienste seien im Grenzgebiet zu Afghanistan mutmaßliche Terroristen aufgespürt worden. Unter den insgesamt 100 in den letzten Wochen in Pakistan Festgenommenen seien 18 Mitglieder der El Kaida. In den meisten Fällen seien die Verdächtigen nach ihrer Festnahme durch pakistanische Sicherheitskräfte von Agenten der CIA vernommen worden. Auch die sichergestellten Computerdateien und andere Dokumente habe die CIA erhalten.

El Kaida hat nach Informationen des US-Nachrichtensenders CNN das Training seiner Kämpfer in Lagern im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet intensiviert. Wie der Sender unter Berufung auf Geheimdienstangaben berichtete, seien mehrere Trainingslager reaktiviert worden.

Auch die Festnahme des wichtigen El-Kaida-Mannes Mussad Aruchi sei auf Grund der jüngsten Anti-Terrorismus-Offensive möglich geworden. Die Verhöre Aruchis hätten zur Festnahme des El-Kaida-Funktionärs Mohammed Naem Noor Khan geführt, der das Aufspüren des gesuchten Ahmed Khalfan Ghailani ermöglicht habe. Die jüngsten Terrorwarnungen in den USA und Großbritannien sowie die Verhaftungen in London seien nach diesen Erfolgen möglich geworden.

Ein von den USA gesuchter britischer Terrorverdächtiger war am Donnerstag in Großbritannien festgenommen worden. Wie die BBC berichtete, wird der 30 Jahre alte Babar Ahmad beschuldigt, zu Spenden für Terroranschläge in Tschetschenien und Afghanistan aufgerufen zu haben.

Bei einer Razzia in einer Moschee in Albany im US-Bundesstaat New York hatte die Polizei am Donnerstag zwei mutmaßliche Terror-Helfer festgenommen. Bei den beiden Männern handelt es sich um einen Iraker, der in den USA Flüchtlingsstatus hat, und den in Bangladesch geborenen Gründer der Moschee, der inzwischen US-Bürger ist.

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