Melbourne Business School, Australien: Jan Dechmann

Melbourne Business School, Australien
Jan Dechmann

Bei Fragen, schreibt an: j.dechmann@student.mbs.edu

Die Ausgangsfragen


Der erste Term


Der zweite Term


Der dritte Term


The Quest Continues



The Quest Continues

Hallo alle miteinander,

nun ist also auch der 3. Term zu Ende und damit das Jahr 1 meines MBA Studiums an der Melbourne Business School. Unglaublicherweise kann ich nun verfolgen, wie die "neuen" MBA Studierenden das erste Mal vor der Business School stehen, dabei stand ich doch vor kurzem noch da. Diese beschleunigte "Zeitverflugsgeschwindigkeit" (dieses Wort ist meinem englischer Freund Darren gewidmet, der sich ausführlich darüber auslassen kann, wie wir Deutschen die Angewohnheit haben, Endloswörter zu kreieren, indem wir einfach mehrere Wörter aneinanderhängen, i.e. Hochseeschifffahrtsverein) schreibe ich den vielfältigen Eindrücken zu, denen ich in diesem Jahr ausgesetzt war. Insbesondere die Vielzahl an unterschiedlichen Kulturen und Lebensentwürfen machen das Studieren hier interessant.

Daher antworte ich auf die Frage, warum ich den nun eigentlich in Melbourne studiere, damit, dass ich der Überzeugung bin, einerseits eine exzellente Ausbildung zu bekommen, die dem Curriculum der großen angelsächsischen Unis nicht unähnlich ist, deren Qualität ich während eines England-Aufenthaltes schon kennen lernen konnte, und andererseits bekomme ich Kontakt zu vielen Menschen und verschiedenen Kulturen; für mich besonders interessant ist der hohe Anteil an asiatischen Studierenden.

Ich würde daher sagen, ich bekomme das Beste aus beiden Welten.

Die Verbindung zu anderen Unis, insbesondere zu den US-Amerikanischen, wird auch dadurch vertieft, dass sehr viele der Professoren/-innen eine längere Zeit an einer US-Uni verbracht haben zum studieren und lehren. In diesem 3. Term habe ich meinen Fokus verstärkt auf die Finance Fächer gelegt, da ich hier meine berufliche Zukunft sehe, und ein Großteil der Lehrenden hat einige Zeit in Chicago oder New York verbracht und konnte daher mit einigen interessanten Geschichten direkt von der Quelle berichten.

Zusätzlich ist auch einige Bewegung in die Studierendenschaft gekommen, da ungefähr ein Drittel der Studierenden an eine der vielen ausländischen Unis gegangen ist und durch Austauschstudenten ersetzt wurde. Es wurde also nicht langweilig, und nachdem Australien es bis ins Rugby Finale bei der WM geschafft hatte wurde die Stimmung noch mal besser.

Die Vorlesungen waren durchweg gut, auch wenn sich einige Teilthemen manchmal etwas überschnitten haben, bedingt durch meinen starken Finanzfokus. Des Weiteren halten sich eher praxisorientierte Elemente (wie z.B. Internationale Währungsspekulationen) und theoretische Elemente ("Herr Dechmann, was ist der Wert der Capital Asset Pricing Method Theory, wenn sie doch in der Realität so nicht nachzuweisen ist?") die Waage.

Nichtsdestotrotz (Gruß an Darren) waren alle auch ein wenig erleichtert, als die langen "Sommerferien" am 15. Dez. anfingen, nachdem wir ein weiteres Semester hart gearbeitet hatten. Diese 7 Wochen Pause nutzten viele, um nach Hause zu fliegen um im Schoße der Familie Weihnachten zu feiern oder sich im kalten europäischen Winter zu erkälten (so wie ich).

Zusätzlich begeben sich die Studierenden jetzt auch verstärkt auf Jobsuche, da das MBA-Studium im Mai beendet sein wird. Daher werden jetzt Kontakte geknüpft, werden Alumnis angeschrieben und der Lebenslauf wird mithilfe des Career Service aufpoliert, um seine Startmöglichkeiten weiter zu verbessern. Ansonsten stehen in 2 Wochen die Firmenpräsentationen und Firmeninterviews von verschiedenen Unternehmen auf der Tagesordnung (viele Consulting und Financial Services Unternehmen) und die heitere Jobjagd kann beginnen.

Morgen ist also der erste Tag des letzten Trimester meines MBA Studiums und ich werde bald berichten, wie er denn so war.

Grüße
Euer Jan


Der dritte Term

Buenos dias,
es gibt wieder Neuigkeiten aus dem fernen Australien. Vor 2 Wochen hat der dritte Term angefangen und es ist wieder allerhand passiert.

Nach den Final Exams im 2. Term hatten alle MBAler 2 Wochen Ferien, und diese wurden natürlich ausgiebig zum Reisen, Ausruhen und sonstigem genutzt. Erstmal wurden allerdings die ca. 60 Studis verabschiedet, die an einem Austausch mit einer anderen Business School teilnehmen. Der Hauptteil der MBSler ging in die USA, insbesondere die UCLA war sehr gefragt als Austausch Uni.

Danach habe ich mich dann auf die Reise gemacht, um mir Sydney anzuschauen und um mir ein eigenes Urteil zu bilden: Welches ist die "bessere" Stadt, Sydney oder Melbourne? Dies ist eine ernsthafte Angelegenheit und man sollte dies in Gesprächen mit Australiern nicht auf die leicht Schulter nehmen. Es sind schon Freundschaften daran zerbrochen. Belegt wird dies durch den Fakt, dass die Australier extra eine eigene Stadt (Canberra) aus dem Boden gestampft haben, die genau zwischen Melbourne und Sydney liegt, nachdem man sich nicht auf eine Hauptstadt einigen konnte. Leider ist ihnen das nicht so gut gelungen, wie einem jeder Canberra Besucher versichern wird. ( Zitat Bill Bryson aus seinem sehr guten Australien Buch "Down Under": "Canberra - Why Wait for Death" und "Canberra - Gateway to Everywhere Else".)

Also habe ich mich in einen Greyhound Bus gesetzt und bin für eine Woche Richtung Sydney entschwunden. Sydney ist fantastisch. Der Hafen von Sydney mit seinem Opera Haus und der Harbour Bridge und dem atemberaubenden Küstenverlauf ist wirklich einmalig. Wer Spaß an einem bisschen wandern hat, sollte sich mit der Fähre nach Manly Cove herübersetzen lassen und die 10 Kilometer westlich zur Spit Bridge laufen?..und natürlich Kamera und genügend Filme bzw. (Memory Cards) mitnehmen. Sydney ist der internationale Darling Australiens: schnell, aufstrebend, glitzernd und "in your face". Die Mehrheit der Hauptquartiere in Australien befindet sich in Sydney und es ist bezeichnend, dass die Olympischen Spiele 2000 nach Sydney gingen, während sie 1956 in Melbourne stattfanden. Man kann Sydney wahrscheinlich eher mit einer US- und Melbourne mit einer europäischen Großstadt vergleichen. Mein persönliches Fazit ist, dass man als Tourist mehr Wert aus einem Sydney Besuch bekommt, aber zum Leben Melbourne unschlagbar ist. Melbourne ist günstiger, hat weniger Verkehr, bessere Restaurant und ich bin in fünf Minuten im "Thresherman's" Cafe. (Falls jemand mal in Melbourne ist, ein Besuch lohnt sich.)

Wieder angekommen in Melbourne durfte ich dann meine beiden neuen Mitbewohner begrüßen: Ricardo, ein Mexicaner, der in Barcelona an der ESADE studiert, und Olivian, ein Rumäne, der an der UCLA seinen MBA macht. Beide sind nun für einen Term hier an der MBS. Nachdem die anderen Exchange Students begrüßt wurden und die MBSler ihnen Melbourne gezeigt hatten, ging der 3. Term los. In diesem Term konnten wir nun unsere Kurse selber auswählen und ich habe mich entschlossen, in diesem Term meinen Schwerpunkt auf Finance zu legen. Durch die hohe Anzahl von Leuten mit Erfahrung aus diesem Gebiet ist eine große Praxisorientierung dieser Kurse gegeben, so dass viele Kurse einen "Hands-on" Ansatz haben. Beispielsweise betätigen wir uns als Manager eines simulierten Währungsfonds im internationalen Währungshandel.

Gleichzeitig stellen sich Manager einiger Hedge Funds Fragen der Studenten und man kann einen Blick in das Alltagsgeschäft dieser Institutionen werfen. Zusätzlich hatte ich das Glück zur den MBAlern ausgewählt zu werden, die an einem Mittagessen mit Stan Wallis teilnehmen durften, einer der großen Unternehmerpersönlichkeiten Australiens (AMP, Coles Myer,..). Hierbei haben wir uns über seinen Werdegang und seine Meinung bezgl. Coporate Governance unterhalten können.

So, ich werde mich mal wieder meiner Finance Lektüre zuwenden und hoffen, dass Collingwood Brisbane im Grand Final im Aussi Rules Football schlägt, sonst ist hier schlecht Laune in Melbourne.

Bis demnächst
Euer Jan


Der zweite Term

Hallo zusammen,
es ist wieder einiges passiert hier an der Melbourne Business School.

Der Anfang des zweiten Terms

Nachdem sich alle Studierenden zum zweiten Term wieder eingefunden hatten und alle Urlaubsphotos ausgetauscht worden sind ging es also weiter. Die Studierenden wurden, wie schon im 1. Term, aufgeteilt in 3 Streams und es wurden neue Syndicates (Arbeitsgruppen) zusammengestellt, allerdings sind in diesem Term weniger Gruppenarbeiten zu erstellen als in Term 1.

Internship

Für die Studierenden der MBS besteht die Möglichkeit, im 4. Term ein Internship anzutreten und das MBA Studium im Anschluss zu beenden. Mehrere Consulting- Firmen führten zu diesem Zweck Präsentationen und Interviews zu Beginn des Terms auf dem Campus durch. Für alle war dies eine gute Gelegenheit Kontakte zu knüpfen und einige Erfahrungen in Sachen Case Interviews zu sammeln.

Die Austauschstudenten

Nach Ende des 2. Terms wird es auch einige Veränderungen in der Zusammensetzung der Studierenden geben, da fast 1/3 der Studenten im Rahmen des Exchange Programms für einen Term an eine andere Business School gehen. Hier gibt es ein weit gefächertes Angebot, von der Columbia Business School bis zur Chinese University of Hongkong. Unter anderem machen sich auch meine zwei Mitbewohner auf in ferne Länder (aus australischer Sicht sind das so ziemlich alle). Außerdem kommen im Gegenzug Exchange Students nach Melbourne, daher können sich also die übrigen MBSler auf "Frischblut" im nächsten Term freuen.

Muec

Im Moment steht auch gerade die erste Runde der Melbourne University Entrepreneur's Challenge (MUEC) an. Hierbei werden gute Ideen für eine Unternehmensgründung von Studierenden gesucht. Es wird ein Business Plan erstellt und vor einer Jury präsentiert. Falls man die erste Runde übersteht, bekommt man einen Tutor zur Seite gestellt, der einem hilft die Idee weiter auszubauen. Neben dem Preisgeld steht die Erfahrung des Mitmachens im Mittelpunkt. Gerade die hochklassig besetzte Jury kann hilfreiche Tipps und gute Kontakte bieten. Verschieden Ideen wurden in meiner Gruppe von Studenten durchgesprochen, von Kinderbetreuung bis zu Spezial-Thermometern für die chemische Industrie. In dieser Woche werden wir uns auf eine Idee einigen müssen. Mehr also in meinem nächsten Bericht.

Der Freitag im Pub

Letzte Woche waren mal wieder die Midterm Exams angesagt und umso mehr war dies ein Grund sich am Freitag im Pub zu treffen. Der Zusammenhalt der Studierenden ist der Vorteil dieser mit 160 Studenten recht übersichtlichen Business School. Freitag findet sich ein Großteil der MBSler im "Corkman" ein um die vergangene Woche zu besprechen und Pläne für das Wochenende zu schmieden. Dazu gibt es dann (je nach Religion) einen "Pot" Victoria Bitter oder ein Wasser. Im laufe des Abends machen sich dann die verschiedenen Grüppchen auf, entweder in Richtung Bett oder in die City zum nächsten Club.

Man sollte sich allerdings nicht täuschen lassen. Als ich das erste Mal auf der Suche nach einer guten Location in Melbournes City war, habe ich mir die Füße wund gelaufen, bevor ich etwas nach meinem Geschmack fand. Die guten Clubs in Melbourne sind dort wo man sie nicht vermutet, je dunkler und abgelegener die Gassen sind umso besser ist die Location.

Ich wird mich nun wieder ins MBS Leben stürzen.

Bis demnächst
Euer Jan


Der erste Term

Nun habe ich meinen ersten Term schon hinter mir und kann nicht glauben, wie schnell 4 Monate vergangen sind. Als Gegenmaßnahme habe ich mir schnell ein "Carpe Diem"-Poster über mein Bett gehängt und werde nun regelmäßig über das Leben eines MBA Studierenden an der Melbourne Business School (MBS) schreiben.

Bewerbung und Vorbereitung aufs Studium

Nachdem ich mich also durch Tonnen von Informationsmaterial, Prospekten und Rankings durchgearbeitet habe und Gespräche mit vielen interessanten MBA Absolventen (generell ein sehr hilfsbereites und freundliches Völkchen) geführt hatte, war meine Entscheidung für die MBS gefallen. Nach erfolgreich bestandenem TOEFL Test (2 Wochen Vorbereitung), fing ich relativ frühzeitig mit meiner Vorbereitung für den GMAT an, da ich aufgrund meiner relativ geringen Arbeitserfahrung einen guten GMAT brauchte. Hierbei war mir das GMAT (mit CD-Rom) Vorbereitungsbuch von Kaplan eine große Hilfe. Das offizielle Material ist leichter als der eigentliche Test, daher würde ich dieses nicht zur Vorbereitung heranziehen. 4 Wochen nach Absendung meiner Bewerbungsunterlagen (inklusive 4 Essays) erhielt ich dann die fantastische Nachricht, dass ich einen Platz an der MBS erhalten habe.

Die ersten Wochen an der MBS

Die erste Woche vor Studienbeginn, die "Orientation Week", dient dann dem gegenseitigen Kennen lernen der rund 160 Studenten. Bei Pizza Night, Golf Turnier und dem unvermeidlichen BBQ gibt es die ersten Kontakte zu Studierenden von 6 Kontinenten. Wer (wie ich) ein internationales Umfeld sucht, ist hier genau richtig. Allerdings sind Kontinentaleuropäer hier eher spärlich vertreten, so dass ich auf dem International Food Festival die Europäische Küche zusammen mit einem polnischen und einem russischen Studienkollegen vertreten habe (Leider erfolglos).

Zur besseren Vorbereitung auf das zeitintensive und fordernde Studium bestehen die ersten 2 Studienwochen aus einer 2 wöchigen "Wold of Managment" Veranstaltung. Diese bietet den Studenten einen Überblick über die Inhalte des Studiums und wird durch fachübergreifende Case Studies vertieft. Zusätzlich werden die Studierenden herausgefordert, sich im Klaren zu sein, was Sie aus dem MBA Programm herausholen wollen, welche Karriereziele sie anstreben und welche Stärken und Schwächen sie adressieren möchten. Im Anschluss gab es dann das erste Examen, um uns endgültig "up to speed" zu bringen.

Das Studium

Die 160 Studierenden aus meinem Jahrgang wurden zuerst in 3 unterschiedliche Streams aufgeteilt, d.h. man hält Vorlesungen und Examen nur mit Studierenden aus seinem Stream. Im ersten Term werden die Vorlesungen: Data and Decision, Managerial Economics, Accounting, Marketing und Organisation angeboten. So fing ich also den ersten Term mit 50 Mitstudenten im Stream C an, und nachdem die lautstarken Diskussionen, ob das C nun für classy, cool oder capable steht, mit der Bemerkung des Lecturers "Es stehe wohl eher für crazy" zum verstummen gebracht wurden, konnte es auch losgehen.

Die Vorlesungen

Die Vorlesungen werden in 90 Minuten-Blöcken gehalten und der Vorlesungsstil hängt stark vom Lecturer und dem Fach ab. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass es meist ein recht munteres hin und her zwischen Studierenden und Professoren gibt. Während im ersten Term die mündliche Mitarbeit noch nicht benotet wird, fließt diese in den folgenden Terms verstärkt in die Endnote mit ein.

Gruppenarbeit

Interessant ist hierbei, dass im ersten Term sehr viel Wert auf Gruppenarbeit gelegt wird. Am Anfang des Trimesters wird jeder Student einem Syndicate (Arbeitsgruppe) zugewiesen. Hierbei wird Wert auf einen möglichst großen Mix an Kulturen und Backgrounds gelegt, so dass in meinem Syndicate 6 Leute aus 6 verschiedenen Ländern mit mir zusammenarbeiteten. Dies wird begleitet durch Organisations-Vorlesungen, in denen wir uns über Kulturen, Gruppenarbeit und Leadership unterhalten, so dass man das gelernte gleich in die Realität umsetzen kann. Man kann hier sehr viel praktisches Wissen mitnehmen, wenn man ein gutes Syndicate erwischt hat oder man scheitert an den kulturellen Barrieren, die sich immer wieder aufbauen. Glücklicherweise habe ich ersteres erleben dürfen.

Examen

Die Examen bestanden aus 2- 3 stündigen Tests, in denen man sein Wissen meist an einem praktischem Fall beweisen durfte. Da die Examen direkt im Anschluss an die Vorlesungsperiode gehalten werden, muss man zusehen, dass man während des Terms Anschluss an den Unterrichtsstoff hält, da man keine Zeit hat, dies am Ende wieder aufzuholen.

Bewertung

Bei den Bewertungen gibt es eine Dreiteilung in Individual Assignment, Group Assignment und Exam. Die Verteilung lag meist bei ca. 20%, 30% und 50%. Es ist Richtlinie der MBS, dass die Bewertung am Ende der berühmten "Bell Curve" entsprechen muss. D.h. das der Durchschnitt der Noten aller Studenten in jedem Fach bei 73 von 100 Punkten liegen muss. Es ist nur eine Frage, wie weit über oder unter dem Durchschnitt man ist. Dies beeinflusst das Lernklima aber weniger, als ich vermutet hätte, und die meisten Studierenden verhalten sich kooperativ, wenn man ein Problem hat.

Vorläufiges Fazit

Der erste Term verging wie im Fluge und ich muss sagen, dass ich froh war, als ich mein letztes Examen hinter mir hatte und ich mich einem ausgedehnten Tauchurlaub auf einem Seelenverkäufer im Great Barrier Reef hingeben durfte (inklusive Sturm und Motorschaden). Das Studium ist schon sehr zeitintensiv und herausfordernd, daher sollte man sich gut überlegen ob es sich lohnt, sein Surfbrett mit nach Melbourne zu nehmen. Zum Glück ist die Qualität der Studierenden sehr gut, und man hat auch immer die Möglichkeit, bei einem der zahlreichen, von Studenten organisierten Events etwas Dampf abzulassen. Außerdem entspricht es auch eher dem australischen Temperament sich von Examen und Assignments nicht verrückt machen zu lassen und einem auf die Schulter zu klopfen mit dem unvermeidlichen: "No worries mate, she'll be right!"


Die Ausgangsfragen

Wo standen Sie (beruflich/ karrieremäßig), als Sie sich entschlossen, einen MBA zu machen?

Nach Abschluss meines Studiums (European Business Studies) in Osnabrück und London habe ich für den Kabelnetzbetreiber "ish" als Business Analyst gearbeitet. Hier war ich zuständig fürs interne Reporting, Monitoring und im Bereich Forecasting und Trendanalyse. Dies macht auch meine Vorliebe fürs"numbers crushing" ersichtlich. Meine Zeit bei "ish" war hochinteressant, da ich in einem sehr internationalen Umfeld arbeitete und noch persönlich die Sekt- und die Selters-Phase der Telekommunikationsbranche miterleben durfte.

Warum ein MBA?

Die Gründe, warum ich mich für den MBA entschieden habe, sind vielschichtig. Hauptgrund ist mein Wunsch, später im internationalen Rahmen zu arbeiten, besonderes Interesse habe ich am asiatischen Wirtschaftsraum. Um dies zu erreichen brauchte ich einen international anerkannten Abschluss, der mich den spezifischen Problemen dieser Region aussetzt. Des Weiteren möchte ich mich beruflich in Richtung Consulting bewegen. Der MBA bietet die Ausbildung und das Netzwerk, die mir diese Veränderungen ermöglichen und/oder erleichtern.

Warum diese Schule?

Auf der Suche nach "meinem" MBA Programm im asiatischen Raum bin ich immer wieder bei der Melbourne Business School gelandet. Die MBS verbindet ein Studienprogramm und eine Kultur, die einen den Einstieg leicht machen mit einem sehr internationalen Studienprogramm. D.h. 60 Prozent der Studenten sind Nicht-Australier und es gibt ein reichhaltiges Angebot an Electives mit Fokus auf z.B. "Business in Asia". Die MBS hat eine hervorragende Reputation und man kann auf ein extensives Netzwerk im asiatischen Raum zurückgreifen. Neben meinem Blick auf die Rankings, überzeugte mich vor allem die Stärke der MBS im Bereich Finance und das kompakte Studienprogramm (Dauer: 16 Monate).

Finanzierung

Das 16 monatige MBA Programm kostet insgesamt 48000 AUD. Hinzu kommen noch einmal ca. 1200 AUD monatlich an Lebenshaltungskosten, Lehrmaterialien und sonstigem. Insgesamt sind die Preise in Australien mit den Preisen in Deutschland vergleichbar. An der MBS sind auch einige wenige Stipendien erhältlich.

Sie sind nun schon ein paar Wochen an Ihrer Schule. Welches waren Ihre ersten Eindrücke? Was hat Sie überrascht? Was gefällt Ihnen besonders? Was gefällt Ihnen weniger?

Die MBS gibt sich sehr viel Mühe, neuen Studenten den Einstieg ins Leben eines MBA-Studenten in Australien so leicht wie möglich zu machen. Zu Anfang wird man von "second-year" Studenten an die Hand genommen und es gibt wertvolle Tipps bezüglich Leben und Studieren in Australien. Die Mitstudierenden haben sehr unterschiedliche Backgrounds und interessante Lebensläufe. Man bekommt leicht Kontakt zu Mitstudenten und es herrscht eine allgemeine "go and do it" Stimmung.

Eine positive Überraschung ist die Qualität und Hilfsbereitschaft der Professoren und der Verwaltung. Das Personal ist immer und überall bereit, sich um die Belange und Einwände der Studierenden zu kümmern. Durch die Nähe zur Melbourne University besteht ein reichhaltiges Angebot an sportlichen und kulturellen Angeboten. Die Ausstattung der MBS ist gut, und durch die Einrichtung des Wifi-Netzes kann man jetzt in der Cafeteria Kaffee schlürfend E-Mails beantworten.. Daneben wird auch viel Wert auf die persönliche Entwicklung und Karriereplanung der Studierenden gelegt, unterstützt durch Case Studies und die Workshops des Career Services.

Nicht so angenehm ist der Fakt, dass es erst nach 2 von 4 Terms die Möglichkeit gibt, sich seine Fächer auszuwählen. Da ich eine klare Vorstellung habe wo meine Interessen liegen, hätte ich gerne schon früher die Möglichkeit zur Auswahl gehabt. P.S. Go Collingwood!!!

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