Menno Harms, ist Vorstandsvorsitzender bei Hewlett-Packard*: Wie fühlt man sich eigentlich ... Herr Harms

Menno Harms, ist Vorstandsvorsitzender bei Hewlett-Packard*
Wie fühlt man sich eigentlich ... Herr Harms

..., wenn man zwei Jahre nach seinem Ausscheiden als Deutschland-Chef wieder zurückgeholt wird ins alte Unternehmen, in die alte Funktion?

Es macht mir hier wieder viel Spaß. Der Anruf ereilte mich, als ich gerade am Ufer des Gardasees stand. Die Frage zu entscheiden, war nicht leicht für mich. Zwei Wochen später habe ich dann zugesagt. Meine Frau war natürlich sehr dagegen und meinte, ich würde spinnen. Aber wenn man wie ich 35 Jahre lang in ein und demselben Unternehmen - mit viel Spaß - gearbeitet und gelernt hat, kommt man zurück, wenn man gebraucht wird. Als gebürtiger Niedersachse gebe ich mich Tugenden wie Pflichtgefühl gerne hin. Wenn ich gebraucht werde, will ich, und es macht auch Spaß.

Die zwei Jahre meiner Abwesenheit kommen mir vor, als seien es nur 14 Tage gewesen. Die Aufgaben sind im Großen und Ganzen dieselben, aber alles ist etwas schneller geworden. Natürlich gibt es etwa mit der Integration von Compaq auch neue Herausforderungen in den nächsten zweieinhalb Jahren. So lange läuft auch mein Geschäftsführervertrag.

Die 5 000 Mitarbeiter, die zuvor schon bei Hewlett-Packard waren, kenne ich noch und vor allem kennen sie mich. Der Company war wichtig, dass hier kein neues Gesicht an die Führungsspitze kommt, sondern jemand, der für Kontinuität steht.

Überlegen musste ich aber auch deshaIb, weil ich bereits eine eigene Firma gegründet hatte: eine One-Man-Show. Ich habe zum Beispiel den Oberbürgermeister der Stadt Stuttgart beraten, wie die Stadt ihre IT-Ressourcen einsetzt. Ich war also bereits auf einem anderen Pfad. Und ich konnte endlich viel wandern - in den Dolomiten genauso wie hier in den Weinbergen um Stuttgart herum. Das muss ich nun erst mal wieder auf die Wochenenden verschieben.

Die Frage stellte Claudia Tödtmann

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*Menno Harms war im Jahre 2000 bereits 35 Jahre bei Hewlett Packard und davon die letzten acht Jahre als Deutschland-Chef. Dann war er in den Aufsichtsrat gewechselt, hatte eine eigene Beratungs-GmbH gegründet und mit seiner Frau gewandert und gesegelt. Hewlett-Packard hat heute, nach der Fusion mit Compaq , 7 800 Mitarbeiter in Deutschland. Im vergangenen Herbst holte das Unternehmen ihn wieder zurück an Bord.

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