Mensch und Maschine trennen sich 2:2
Kasparow: „Fritz" kann noch vom Menschen lernen

Das Schach-Duell "Mensch gegen Maschine" entwickelt sich zu einer unendlichen Geschichte. Nach dem 2:2- Endstand zwischen Garri Kasparow (Russland) und dem elektronischen Schachprogramm "X3D Fritz" in New York zeigten sich beide Seiten zufrieden.

HB NEW YORK/BERLIN. Ein erleichterter Kasparow erklärte nach der vierten und letzten Partie, dass der Computer noch viel vom Menschen lernen könne. "Es gibt viele Stellungen auf dem Brett, die die Maschine noch nicht analysieren kann", sagte die Nummer 1 der Weltrangliste.

Die Fritz-Programmierer aus Hamburg sind hingegen der Meinung, dass es nur noch wenige Schachspieler auf der Welt gibt, die ihrem "Zögling" in einem Duell gewachsen sind. Zudem spricht der Zeitfaktor für die Maschine. Die Computer können immer mehr und immer kompliziertere Stellungen berechnen, jede Partie speichern und damit auch ihre eigenen Fehler.

Im letzen Spiel am Dienstag hatte Kasparow die schwarzen Figuren und riskierte nichts mehr. Nach 27 Zügen trennte er sich vom Computer remis. Es war die kürzeste Parte eines abwechslungsreichen Matches, in dem der russische Großmeister erstmals mit einer 3D-Brille und einem Joystick in der Hand vor einem Bildschirm mit einem virtuellen Schachbrett saß. Nach einem Unentschieden zum Auftakt war "X3D Fritz" in der zweiten Partie, als Kasparow patzte, in Führung gegangen. Doch der Mensch konnte im dritten Spiel seine überlegene Strategie demonstrieren und im Gesamtklassement ausgleichen.

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