Menschenrechtler enttäuscht
Ranghohe Militärs Pinochets wegen Mordes verurteilt

Ein chilenisches Gericht hat mehrere ranghohe Ex-Militärs des früheren Diktators Augusto Pinochet wegen der Ermordung eines Gewerkschaftsführers zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

HB SANTIAGO DE CHILE. Für die Ausführung der Tat im Jahre 1982 erhielt der frühere Offizier des aufgelösten Militär-Geheimdienstes Dine, Carlos Herrera Jiménez, am Montag lebenslang. Er hatte gestanden, den Gewerkschafter Tucapel Jiménez 1982 umgebracht zu haben.

Von den insgesamt 16 Angeklagten erhielt nur Herrera lebenslang. Seine beiden Helfer wurden zu je sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Die Auftraggeber aus dem Kreis ranghöherer Offiziere müssen für acht bis zehn Jahre hinter Gitter. Vier der Angeklagten wurden frei gesprochen.

Während die Regierung von einem "historischen" Urteil sprach, das die Funktionsfähigkeit der chilenischen Justiz unter Beweis stelle, äußerten sich auch Menschenrechtler enttäuscht. Der Sohn des Ermordeten äußerte sich jedoch enttäuscht über die "geringen" Strafen für die meisten Angeklagten und kündigte Berufung an.

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