Menschenrechtskommissarin rügt Peking
Chinas Vorgehen gegen Uiguren kritisiert

Uno-Menschenrechtskommissarin Mary Robinson hat die Behandlung der moslemischen Volksgruppe der Uiguren in Nordwestchina kritisiert.

HB/dpa PEKING. Zum Abschluss ihres Besuches in Peking sagte Robinson am Dienstag, der nach den Terroranschlägen am 11. September eingeleitete internationale Kampf gegen den Terrorismus diene Peking als Vorwand für ein schärferes Vorgehen gegen die Uiguren in Xinjiang, was sie beunruhige.

In ihren Gesprächen in Peking, darunter mit Vizeministerpräsident Qian Qichen, setzte sich Robinson für die Freilassung mehrerer Bürgerrechtler ein, darunter auch der bekannteste inhaftierte Dissident Xu Wenli. Sein Gesundheitszustand sei schlecht. Es sei an der Zeit, dass der 59-Jährige freigelassen werde, sagte Robinson. Sie sprach auch die Fälle der inhaftierten uigurischen Geschäftsfrau Rebiya Kadeer und des uigurischen Historikers Tohti Tunyaz an.

China hat nach ihren Angaben den UN-Berichterstatter für Folter für das nächste Jahr eingeladen. Doch sind sich beide Seiten noch immer nicht einig darüber, wie viel Freiheit er bei Gefängnisbesuchen und in Gesprächen mit Häftlingen haben wird.

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