Mercedes-Absatz stabil
Chrysler bleibt bei Sparkurs

Die deutsche Stamm-Marke Mercedes erzielte derweil in den ersten neun Monaten 2002 einen Absatz etwa auf Vorjahresniveau.

rtr PARIS. Chrysler-Chef Dieter Zetsche bekräftigte am Donnerstag seine Erwartungen, dass der Gesamtabsatz auf dem US-Automarkt im kommenden Jahr bei gut 16 Millionen Wagen liegen werde. Allerdings werde die beinahe ruinöse Preispolitik der US-Hersteller wohl bis auf weiteres kein Ende finden. Man werde damit leben müssen, sagte Zetsche.

Zetsche äußerte sich anlässlich des Pariser Automobilsalons, der Samstag offiziell eröffnet wird. Entgegen der weltweit anhaltenden Konjunkturunsicherheiten zeigten sich die meisten Autobauer zum Auftakt der Pressetage recht optimistisch. Mitteilungen zu steigenden Absatzzahlen und über den Erwartungen liegende Geschäftszahlen prägten bisher die Veranstaltung.

Mercedes-Absatz auf Vorjahresniveau

Mercedes teilte mit, von Januar bis September weltweit rund 837 000 Wagen verkauft zu haben. "Damit liegen wir auf dem Niveau des Vorjahres", sagte Daimler-Chrysler-Vorstand und Pkw-Chef Jürgen Hubbert. Der Münchener Erzrivale BMW hatte zuvor verkündet, den Absatz in den ersten neun Monaten um fast ein Fünftel gesteigert zu haben.

Hubbert sagte mit Blick auf die bisherigen Pkw-Verkäufe, eine vergleichbare Entwicklung deute sich auch für das Gesamtjahr an und weise auf einen erfolgreichen Start in das nächste Jahr hin. Von der im Frühjahr neu aufgelegten E-Klasse wolle Mercedes in diesem Jahr 180 000 Einheiten verkaufen, 2003 dann 250 000. Für den neuen CLK deutet sich für dieses Jahr ein Absatz von mehr als 30 000 Wagen an.

Chrysler bleibt auf der Kostenbremse

Chrysler-Chef Zetsche kündigte derweil an, dass der im vergangenen Jahr noch stark defizitäre US-Hersteller das dritte und vierte Quartal 2002 mit einem positiven operativen Ergebnis abschließen werde, nachdem bereits im ersten Halbjahr ein Gewinn von rund 900 Mill. ? erzielt worden war. "Wir werden unsere Ziele damit deutlich übertreffen." Eigentlich hatte sich Chrysler lediglich das Erreichen der Gewinnschwelle vorgenommen.

Chrysler sieht sich auch auf gutem Weg, die angestrebte Kostenreduzierung von 15 % bis Ende 2003 zu erreichen. Zwei Drittel davon habe das Unternehmen bereits geschafft, sagte der Chief Operating Officer, Wolfgang Bernhard. Das Programm werde plangemäß bis Ende nächsten Jahres abgeschlossen sein, aber auch danach wolle Chrysler weiter auf die Kostenbremse treten. "Das wird immer so weitergehen", sagte Bernhard.

Wie es weiter hieß, überlegt Chrysler derzeit, die US-Marke Dodge auch in Europa einzuführen. Eine Entscheidung werde im Laufe des nächsten Jahres fallen, sagte Zetsche. Wenn Chrysler zu einer positiven Entscheidung komme, werde man in Europa nicht nur mit einem Dodge-Modell, sondern mit einer ganzen Familie auftreten. Unter dem Markennamen verkauft Chrysler diverse Modelle vom Kleinlastwagen bis zum Sportwagen.

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