Mercedes, Audi und Porsche auf ersten Plätzen
ADAC sieht Mercedes an der Marktspitze

Glänzende Noten für die deutschen Automarken: Auf einem neu vorgestellten ADAC-Index haben Mercedes, Audi, Porsche, BMW und Volkswagen die ersten fünf Plätze belegt. Am schlechtesten schnitten die Marken Rover, Daewoo und Chrysler ab, wie der ADAC am Freitag in München mitteilte. Die weiteren deutschen Marken Smart und Opel landeten den Angaben zufolge gemeinsam auf Platz elf.

ap MÜNCHEN. Der Automobilclub ADAC und das Center of Automative Research (CAR) der Fachhochschule Gelsenkirchen erstellten erstmals den Automarkenindex "AutoMarxX". Wie Professor Ferdinand Dudenhöfer vom CAR erläuterte, wurden 32 Automarken bezüglich ihrer Fahrzeugqualitat, Marktstärke, Bekanntheit der Marke, Trends und Unternehmensleistung untersucht. Aus fünf Teilnoten von eins bis fünf sei dann die Gesamtnote ermittelt worden.

Nach seinen Angaben ist so ein Automarkenindex in Europa bisher einmalig. Als beste ausländische Marken landeten Toyota, Peugeot, Renault und Honda auf den Plätzen sechs bis neun. Toyota punktete vor allem beim wichtigsten Kriterium, der Fahrzeugqualität, mit einer Note von 2,1 und bei den Technik- und Marken-Trends mit 1,8. Die ersten Plätze bei der Fahrzeugqualität, die mit 30 % bewertet wurde, belegten Porsche (1,8) und Mercedes (2,0). Am schlechtesten schnitt ausgerechnet die amerikanische Schwestermarke von Mercedes, Chrysler, mit 3,6 ab.

Übersicht: Der neue Automarkenindex des ADAC

Bei dieser Kategorie wurden ADAC-Neuwagentests, TÜV-Langzeittests und ADAC-Pannenstatistik berücksichtigt. Bei der Marke, die ein Fünftel ausmacht, wurden über 4 000 Autofahrer nach dem Image der Autos befragt; einbezogen wurde der Wertverlust und die Ausgaben für Werbung. In dieser Kategorie schnitten die fünf Gesamtersten am besten ab, jedoch in anderer Reihenfolge: Audi (2,04) vor Mercedes (2,29), BMW (2,35), Volkswagen (2,36) und Porsche (2,80). Opel folgte auf Platz sechs vor Peugeot und Nissan.

Das schlechteste Marken-Image haben asiatische Firmen wie Daewoo, Hyundai und Daihatsu sowie Kia. Bei der Marktstärke wurde die Zahl der Zulassungen und die Händlerzufriedenheit eingerechnet. Dabei landete Volkswagen mit dem höchsten Marktanteil und Mercedes mit der zweitbesten Händlerzufriedenheit auf den Spitzenplätzen. Die Bestnote bei der Zufriedenheit der Händler erzielte Porsche. Lancia, Rover und Mitsubishi landeten in der Kategorie Marktstärke auf den letzten drei Plätzen.

Porsche und Honda glänzen mit höchsten Umsatzrenditen

Mit einem Zehntel wurde die Wirtschaftskraft der Unternehmen berücksichtigt. Laut Dudenhöfer sind mit höheren Gewinnen mehr Investitionen möglich, was die Marke wiederum stärkt. Mit einer Umsatzrendite vor Steuern (Verhältnis Ergebnis vor Steuern zu Umsatz) von über elf Prozent in 2000 landete Porsche in dieser Kategorie auf Platz eins vor Honda und Mercedes-Benz. Mitsubishi, Opel und Rover mit Verlusten und Daewoo mit dem laufenden Konkursverfahren schnitten dabei am schlechtesten ab.

Jeweils mit einem weiteren Zehntel wurden die Technik- und Markentrends eingerechnet. Dabei untersuchten Auto-Experten Pressemeldungen über markenrelevante Entwicklungen, die das Image oder die technische Qualität verbessern würden. In beiden Punkten schnitt Peugeot am Besten ab. Aber auch BMW, Toyota, Saab und Renault erzielten gute Noten. Die Ergebnisse des monatlichen Tests werden vierteljährlich in der "ADAC Motorwelt" und im Internet veröffentlicht.

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