Mercedes könnte bei Premiumfahrzeugen übertroffen werden
BMW drängt auf die Überholspur

Am Markt für Premiumautomobile ist eine Wachablösung möglich. Mit den neuen Modellen der 5er Baureihe, dem 6er Coupé sowie dem Geländewagen X3 könnte BMW laut einer Studie den Konkurrenten Mercedes-Benz bereits 2004 vom Thron im Premiumsegment stoßen.

HB STUTTGART. Die Marke BMW könnte im nächsten Jahr erstmals in der Geschichte mehr Premiumautomobile verkaufen als Mercedes-Benz. Mit der neuen 5er Baureihe, dem neuen 6er Coupe sowie vor allem den kleinen Geländewagen X3 ist es möglich, dass BMW bei den Absatzahlen im Premiumsegment an Mercedes vorbeizieht, heißt es in der neuesten Studie von Professor Willi Diez vom Institut für Automobilwirtschaft (IFA) an der Fachhochschule Nürtingen. Für das laufende Jahr rechnet Diez mit einem weiteren globalen Absatzrückgang von Premiumautomobilen auf 6,15 (Vorjahr 6,25) Mill. Bis 2010 dürfte der Premiummarkt jedoch um 25 % auf 7,85 Mio Einheiten steigen.

Die anziehende Nachfrage im kommenden Jahr begründet Diez mit der erwarteten Konjunkturerholung und einer Verbesserung der Absatzlage in wichtigen Markt- und Käufersegmenten beispielsweise den Dienstwagen. Zusätzliche Impulse sieht der Automobilexperte durch die Einführung neuer Modelle wie der 5er Baureihe von BMW. Gleichzeitig warnt er angesichts der Volumenplanungen von Premiumherstellern und Massenproduzenten, die in dieses Segment drängen, vor einem sich verschärfenden Verdrängungswettbewerb. Bis 2010 ist laut Diez mit einem Kapazitätsüberhang von rund 100 000 Fahrzeugen im Premiummarkt zu rechnen.

Dass die Wachablösung im Premiummarkt möglich ist, zeigt der Studie zufolge der geringe Abstand der beiden Wettbewerber: Im vergangenen Jahr verkaufte BMW im eigentlichen Premiumsegment nur noch 25 000 Fahrzeuge weniger als Mercedes-Benz. Bemerkenswert ist laut Diez, dass BMW auch über eine deutlich bessere Kostenposition als Mercedes-Benz verfügt: Der Durchschnittserlös je Fahrzeug bei Mercedes liege mit 40 138 Euro zwar immer noch über den 35 027 Euro von BMW. Der Operating Profit der Münchener sei jedoch mit 2 644 Euro deutlich höher als der von Mercedes-Benz mit 2 416 Euro.

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