Mercedes wertet die größte Modellreihe auf
S-Klasse wird aufpoliert und dadurch stärker

Der Druck auf Mercedes wird in der Oberklasse immer stärker. Erst zog im Juni der 7er-BMW bei den Neuzulassungen in Deutschland an der S-Klasse vorbei. Dann unterlag das Mercedes-Produkt in einem Vergleichstest dem VW Phaeton. Und in Kürze steht der neue Audi A8 beim Handel.

pha STUTTGART. Grund genug für den Stuttgarter Daimler-Konzern, sein Flaggschiff auf den neuesten Stand der Technik zu bringen. Auch bei der Wertanmutung und der Materialwahl gab es Nachholbedarf. Vor allem der neue VW Phaeton hat die Meßlatte diesbezüglich noch einmal ein ganzes Stück höher gelegt.

Von Herbst an wird eine erneuerte S-Klasse ausgeliefert. Von außen ist sie an Klarglas-Scheinwerfern, neuen Rückleuchten, Alufelgen und einem etwas höher gezogenen, steiler stehenden Kühlergrill zu erkennen. Fahrer der jetzigen S-Klasse müssen dennoch nicht befürchten, ein optisch altes Auto zu fahren. Die Änderungen fallen erst auf den zweiten Blick auf.

Innen gibt es neue Schalter, höherwertige Materialien, überarbeitete Sitze und das Bedien- und Anzeigesystem Comand der zweiten Generation. Ein exklusives Ausstattungspaket (designo couture) mit besonders edlen Leder- und Holzsorten sowie mit Alcantara bespanntem Dachhimmel soll auch den letzten Kritiker verstummen lassen.

Mehr Sicherheit bietet das Insassenschutzsystem Presafe, das in der erneuerten S-Klasse Weltpremiere hat. Presafe erkennt über die Sensoren des Stabilitätsprogramms ESP und des Bremsassistenten frühzeitig einen möglichen Unfall, strafft sekundenschnell die Sicherheitsgurte, bringt die Sitze in die günstigste Position und schließt - wenn der Wagen ins Schleudern gerät - automatisch Fenster und Schiebedach.

Erstmals wird in dieser Baureihe Allradantrieb angeboten - als Reaktion auf den ausschließlich allradgetriebenen Audi A8. Auch die Motoren erfuhren Verbesserungen. Der Sechszylinder S 350 hat nunmehr 245 PS und ersetzt den S 320, der S 430 entfällt. Mehr Leistung erhalten auch der S 320 CDI (204 PS) sowie die V8 (330 PS) und V12 Modelle (500 PS). Theoretisch wäre ein S 600 annähernd 300 km/h schnell. Doch während die Konkurrenz bei ihren Spitzenmodellen den Tempobegrenzer lockert, beharrt Mercedes-Chef Jürgen Hubbert auf dem freiwillig von der deutschen Autoindustrie verhängten 250 km/h-Limit.

Quelle: Handelsblatt

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