Mercedes will besser abschneiden
Hubbert sieht keinen Grund für Optimismus

Mercedes-Chef Jürgen Hubbert sieht zur Zeit keinen Grund, von der pessimistischen Prognose für den weltweiten Pkw-Markt abzuweichen.

dpa VALENCIA. "Wir sind aber ziemlich überzeugt davon, dass wir besser als der Wettbewerb abschneiden werden", sagte er am Dienstag in einem dpa-Gespräch im spanischen Valencia. Dazu trügen neue Produkte wie etwa die E-Klasse und die mit eineinhalb Jahren jüngste Produktfamilie der Industrie bei. Das Daimler-Chrysler - Vorstandsmitglied rechnet weltweit mit einem Marktrückgang von fünf bis sechs Prozent.

Die wichtigen Märkte seien nach wie vor unsicher, sagte Hubbert mit Blick auf Deutschland und die USA. Den Optimismus, den etwa General Motors jüngst für den US-Markt gezeigt habe, hält er für verfrüht. Er rechne in diesem Jahr weiter mit 15 bis 16 Mill. Autos in den USA, während der Absatz 2001 bei 17,4 Mill. Stück lag. In Europa seien im Moment die Automobilmärkte in Frankreich und Italien negativ, während sich Grossbritannien weiter positiv entwickele. Auch Japan zeige sich in schlechter Verfassung. "Aber wir wollen in dieser Situation Marktanteile gewinnen", betonte der Automanager. Er könne jedoch im Moment nicht sagen, ob dies in der Größenordnung liege, um fünf oder sechs Prozent Marktrückgang auszugleichen, sagte Hubbert anlässlich der Fahrvorstellung der neuen E-Klasse.

Hubbert kritisiert Monti

Mercedes-Benz und Smart hatten im Januar beim Absatz um sieben Prozent zugelegt. Im Februar habe sich der Absatz nur verhalten entwickelt. Es gebe zur Zeit keinen Grund, von der Umsatzprognose für die Pkw von Mercedes und Smart abzuweichen. Geplant sind in diesem Jahr 46 Mrd. Euro Umsatz nach 47,7 im Jahr 2001. Mercedes-Benz/smart hatten im Vorjahr mit einem operativen Gewinn von knapp 3 Mrd. Euro und 1,2 Mill. abgesetzten Autos ein Rekordjahr gehabt.

Die Pläne von EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti zur Liberalisierung des Autohandels in Europa nannte Hubbert hanebüchen und eine Diskriminierung der europäischen Hersteller zu Gunsten exotischer Marken. "Diese Pläne machen Autofahren eher teurer und nicht billiger", sagte der Autoboss. Vor allem fürchte er den Wegfall mittelständischer Betriebe.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%