Merck-Aktie gab fast neun Prozent nach
Merck-Gewinnwarnung belastet Wall Street

Die Standardwerte an der Börse in New York sind am Freitag mit Kursverlusten aus dem Handel gegangen. Die Gewinnwarnung des Pharmaunternehmens Merck habe die Standardwerte belastet, sagten Marktbeobachter.

dpa-afx/rtr NEW YORK. Zudem ist Schering-Plough nach eigenen Angaben in Gefahr, von der US-Arzneibehörde FDA wegen Verstößen gegen Herstellungsrichtlinien bestraft zu werden.

Der Standardwerte-Index Dow Jones sank bis Handelsschluss um 1,03 % auf 10 605,26 Punkte. Der marktbreite S&P 500 Index fiel um 0,94 % auf 1 225,42 Punkte. "Solange keine positive Veränderung in den Unternehmenszahlen in Sicht ist, werden sich die Anleger in Zurückhaltung üben", kommentierte Peter Gottlieb Portfolio-Manager bei First Albany Asset Management den Handelsverlauf.

Die Merck-Aktie sank bis Börsenschluss um 8,96 % auf 67,80 $. Der Pharmakonzern hatte vor Handelsbeginn bekannt gegeben, dass er für das zweite Quartal einen Gewinn von 77 Cents bis 79 Cents je Aktie erwarte. Die von First Call/Thomson Financial befragten Analysten hatten etwas bessere Zahlen prognostiziert.

General Electric

(GE)

will Presseberichten zufolge rund eine Mrd. Dollar für die Entwicklung von Triebwerken für das geplante Hochgeschwindigkeits-Flugzeug Sonic Cruiser von Boeing investieren. GE stiegen um 1,19 % auf 51,86 $. Die Boeing-Aktie setzte die Talfahrt der vergangenen Tage fort und sank um 1,3 % auf 57 $. Bei der zur Zeit laufenden Luftfahrtmesse in Paris habe Boeing deutlich weniger Bestellungen erhalten als die europäische Konkurrenz, begründeten Händler die Kursverluste.



Sorge um Gewinnwarnungen bleibt



Die Technologie-Werte an der Nasdaq in New York haben ihre frühen Tagesgewinne wieder eingebüßt und sind mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Zwar versuchte der Nasdaq Composite Index noch mehrmals den Sprung in die Gewinnzone, verpasste ihn aber und schloss auf 2 034,83 Punkten. Das ist ein Minus von 1,16 % im Vergleich zum Vortag.

Anleger zögerten nach wie vor, in Technologie zu investieren. Die Angst vor weiteren Gewinnwarnungen sei groß. Der Nasdaq Composite Index dürfte aus der Spanne von 1 950 bis 2 400 Punkten vorerst nicht herauskommen, sagte ein Analyst. Hier seien bereits die wenig erfreulichen Aussichten für das dritte Quartal eingepreist.

Er gehe zwar davon aus, dass die Flut schlechter Nachrichten allmählich abreißen werde, kurzfristig seien aber weitere Gewinnwarnungen nicht ausgeschlossen, und der Markt teile diese Sorge. Darüber hinaus setze sich die Ansicht durch, dass auch eine weitere Zinssenkung so schnell keinen Durchbruch an den Börsen bringen wird.

Zu den Gewinnern gehörten der Netzwerkausrüster Ciena mit einem Aufschlag von 5,76 % auf 41,50 $. Der Titel profitierte von einer "strong-buy"-Empfehlung von Wit SoundView. Cisco Systems wurden ebenfalls von Wit mit einer "Strong-buy"-Empfehlung honoriert. Die Aktie gab allerdings 0,96 % auf 17,51 $ nach. Auch JDS Uniphase wurden von Wit von "buy" auf "strong buy" gestuft. Die Aktie gewann daraufhin 7,79 % und kostete 11,76 $.

Die Aussichten für die Kommunikationschip-Branche seien langfristg positiv, wenngleich kurzfristig besorgniserregend, hieß es in einer Studie des Hauses Merrill Lynch. Die Lagerbestände dürften erst im zweiten Quartal 2002 wieder Normalniveau erreicht haben. Aktien der Branche wie TranSwitch und Broadcom legten im Tagesverlauf deutlich zu, drehten aber gegen Abend ins Minus. TranSwitch büßten 2,30 % auf 7,23 $ ein, Broadcom 0,65 % auf 33,68 $.

An der New York Stock Exchange wechselten insgesamt 1,18 Milliarden Aktien den Besitzer, dabei überwogen 1 813 Verlierer 1 244 Gewinner und 212 schlossen unverändert. An der Nasdaq schlossen nach Umsätzen von rund 1,69 Milliarden Aktien 2 110 im Minus, 1 561 im Plus und 369 unverändert.



Am US-Rentenmarkt notierten die 30-jährigen richtungweisenden Bonds 21/32 fester und erbrachten eine Rendite von rund 5,57 Prozent.

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