Merck-Aktie legt zu
Merck übertrifft Gewinnprognosen

Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck KGaA hat im zweiten Quartal sein operatives Ergebnis stärker gesteigert als von Analysten erwartet. Grund war unter anderem die Gewinnbeteiligung an einem Magenmedikament des Konkurrenten Schwarz Pharma in den USA.

Reuters FRANKFURT. "Merck hat seine solide Leistung im zweiten Quartal stabilisieren können, und wir sind auf gutem Wege zu einem erfolgreichen Geschäftsjahr", kommentierte Konzernchef Bernhard Scheuble am Donnerstag den Zwischenbericht. Das operative Ergebnis nahm im Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 35 % auf 191 Mill. ? zu. Analysten hatten im Schnitt mit nur 182 Mill. ? gerechnet. Ausblickend erklärte Scheuble, Merck erwarte für das Gesamtjahr ein höheres operatives Ergebnis als im Vorjahr. Der Umsatz werde dagegen wohl prozentual einstellig zurückgehen. Die Prognose gelte allerdings unter der Annahme, dass der Euro auf seinem gegenwärtigen Niveau bleibe.

Die Merck-Aktie reagierte auf Zahlen und Ausblick im vorbörslichen Handel mit einem Kursanstieg. Beim Broker Lang & Schwarz legten Merck-Anteilsscheine um 2,5 % zu, nachdem sie am Vortag mit 24,17 ? aus dem Handel gegangen waren.

Der Umsatz nahm im zweiten Quartal unter anderem auf Grund des gegenüber dem Dollar gestiegenen Euro um 3,5 % auf 1,8 Mrd. ? ab. "Wie die meisten globalen Unternehmen, die ihren Sitz in Europa haben , sind auch wir von negativen Währungseffekten beim Umsatz betroffen", erklärte Merck-Chef Scheuble. Unter dem Strich verdiente Merck einen Gewinn nach Fremdanteilen von 81,1 Mill. ? nach 59,6 Mill. ? ein Jahr zuvor.

Das operative Ergebnis im Pharmabereich nahm im zweiten Quartal um mehr als das doppelte auf 99 Mill. ? zu. Dabei profitierte Merck unter anderem von wieder einsetzenden Lizenzzahlungen aus den US-Umsätzen mit der Glucophage-Produktfamilie beim US-Partner Bristol Myers-Squibb. Das Diabetes-Medikament hatte zuletzt nach dem Auslaufen des Patentschutzes nur noch deutlich geringere Ergebnisbeiträge geliefert. Dazu kam im Berichtszeitraum April bis Juni eine Gewinnbeteiligung am Verkauf von generischem Omeprazol von Schwarz Pharma in den USA. Das operative Ergebnis der Spezialchemiesparte nahm um 2,3 % auf 74 Mill. ? ab.

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