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Merck hebt Prognose für 2004 an - Umsatz und Gewinn im 3. Quartal gestiegen

Die Darmstädter Pharma- und Spezialchemiegruppe Merck Kgaa hat im dritten Quartal den Umsatz und den Gewinn deutlich gesteigert und damit die Erwartungen der Analysten übertroffen. Zugleich hob das im MDax gelistete Unternehmen seinen Ausblick für den Überschuss im laufenden Jahr an.

dpa-afx DARMSTADT. Die Darmstädter Pharma- und Spezialchemiegruppe Merck Kgaa hat im dritten Quartal den Umsatz und den Gewinn deutlich gesteigert und damit die Erwartungen der Analysten übertroffen. Zugleich hob das im MDax gelistete Unternehmen seinen Ausblick für den Überschuss im laufenden Jahr an. Merck steigerte den Umsatz um 7,2 Prozent auf 1,352 Mrd. Euro, während das operative Ergebnis um 42,2 Prozent auf 214 Mill. Euro kletterte. Der Überschuss erhöhte sich um 43 Prozent auf 115,6 Mill. Euro, teilte Merck am Mittwoch mit.

Acht von dpa-AFX befragte Analysten hatten im Schnitt einen Umsatz von 1,353 Mrd. Euro erwartet. Den operativer Gewinn sahen die Analysten bei 180,56 Mill. Euro, während der Überschuss nach Anteilen Dritter bei 96,55 Mill. Euro vorausgesagt wurde.

Prognose

Ausblickend präzisierte Bernhard Scheuble, Vorsitzender der Geschäftsleitung den Ausblick für 2004: Wegen der erwarteten Steigerung des operativen Ergebnisses, der Erlöse aus der Veräußerung der Laborsparte VWR und der Beteiligung an Biomet-Merck sowie des verbesserten Finanzergebnisses und der besseren Steuerquote rechnen die Darmstädter mit einem Überschuss, der 2004 um mehr als 150 Prozent wachsen könnte.

Das Umsatzwachstum soll im soliden einstelligen Prozentbereich zulegen. Bisher hatten die Darmstädter von einem hohen einstelligen Plus ohne die verkaufte Laborsparte VWR gesprochen. Beim operativen Geschäft rechnet Scheuble nach einem Plus im einstelligen Prozentbereich mit einem hohen einstelligen Anstieg.

Merck profitierte erneut von dem robusten Geschäft mit den Flüssigkristalle, dessen Wachstum sich jedoch im Vergleich zu den Vorquartalen leicht abschwächte. Im Berichtszeitraum legte das zur Chemiesparte gehörende Geschäft um 18,3 Prozent auf 142,1 Mill. Euro im Vergleich zum Vorjahr zu. Währungseffekte schmälerten den Umsatz um sechs Prozent, teilte Merck mit.

Flüssigkristalle

Der Umsatz der Flüssigkristalle werde sich analog der für diesen Industriezweig gegenwärtig prognostizierten jährlichen Wachstumsrate von mindestens 30 Prozent entwickeln, sagte Merck. Flüssigkristalle werden etwa bei Handy-Displays, Computer- und Fernsehbildschirmen sowie Notebooks eingesetzt. Merck hatte in diesem Bereich im ersten Quartal noch ein Plus von 61 Prozent und im zweiten von 71 Prozent verbucht.

In der von Patentabläufen geschwächten Pharmasparte profitierte Merck von dem gestiegenen Umsatz mit dem Krebsmedikament Erbitux. Der neue Hoffnungsträger erreichte im dritten Quartal einen Umsatz von 25 Mill. Euro. Erbitux soll in Zukunft die Ausfälle bei den Diabetes-Produkten auffangen. Erbitux werde die ursprüngliche Prognose eines Gesamtjahresumsatzes von 40 bis 50 Mill. Euro mühelos übertreffen, sagte Scheuble laut Pressemitteilung.

Ende Juni war das Krebsmedikament für die Behandlung von fortgeschrittenem Darmkrebs in der Europäischen Union (EU) zugelassen worden. Die Lizenzrechte zur Erbitux-Vermarktung außerhalb der USA hat Merck 1998 von Imclone Systems Inc. erworben. In Japan wird das Medikament von beiden Unternehmen gemeinsam und in den Vereinigten Staaten von Imclone und Bristol-Myers Squibb vertrieben.

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