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Merck Kgaa stärk Generika-Sparte - Kauf von NM Pharma für 54 Mio Euro

Die Darmstädter Pharma- und Spezialchemiegruppe Merck Kgaa hat von dem US-Pharmaunternehmen Pfizer für rund 54 Mill. € den überwiegenden Teil von NM Pharma in Skandinavien übernommen. Damit stärkt das Mdax-Unternehmen den wichtigen Geschäftsbereich für Nachahmermedikamente (Generika).

dpa-afx DARMSTADT. Die Darmstädter Pharma- und Spezialchemiegruppe Merck Kgaa hat von dem US-Pharmaunternehmen Pfizer für rund 54 Mill. ? den überwiegenden Teil von NM Pharma in Skandinavien übernommen. Damit stärkt das Mdax-Unternehmen den wichtigen Geschäftsbereich für Nachahmermedikamente (Generika).

Mit dem Kauf der Pfizer-Sparte steigt Merck nach eigenen Angaben zur Nummer eins im skandinavischen Generika-Markt auf. Die Transaktion in Höhe von 53,8 Mill. ? bedarf jedoch noch der Zustimmung der zuständigen Behörden.

Analyst MIT Kaufpreis Zufrieden

An der Börse stieg die Merck-Aktie bis 10.30 Uhr leicht um 0,16 % auf 42,70 ?, während der Mdax um 0,11 % auf 4 881,99 Punkte anzog. "Eine Übernahme in dieser Höhe war bereits von der Börse erwartet worden und der Preis des 1,4-fachen des Umsatzes scheint recht fair", sagte Analyst Oliver Kämmerer von der Westlb. Das 1,3- bis 1,4-fache des Umsatzes sei bereits in diesem Jahr in Europa von Pharmakonzernen für Generika-Anbieter bezahlt worden, erklärte der Analyst.

Das akquirierte Geschäft mit Sitz in Stockholm, Schweden, habe 2003 einen Umsatz von 39,1 Mill. ? erwirtschaftet, teilte Merck mit. Das Geschäft werde in Skandinavien unter dem Namen Merck NM tätig sein. Im Jahr 2003 habe der skandinavische Generikamarkt ein Umsatzvolumen von rund 600 Mill. ? bei einer jährlichen Wachstumsrate von neun Prozent repräsentiert.

Generika-Geschäft Wichtiges Standbein

Der Umsatz von Merck Generics ist von rund 100 Mill. ? im Jahr 1995 auf 1,5 Mrd. ? im Jahr 2003 gestiegen, hieß es bei Merck. Deutschlands ältester Pharmakonzern muss sich zur Zeit in seiner Arzneimittelsparte gegen Nachahmerkonkurrenz für seine Diabetes-Medikamente um das Produkt Glucophage wehren. Zudem drücken sinkende Gewinnbeiträge aus der US-Vermarktung des lukrativen Magenmittels Omeprazol auf die Ergebnisse. Der neue Hoffnungsträger im Pharmageschäft, das Krebsmedikament Erbitux, hatte erst vor wenigen Monaten von der EU-Kommission grünes Licht für die europaweite Vermarktung erhalten.

Hier sorgt das Generikageschäft für einen Ausgleich. Im vergangenen Jahr trug es 36 % zum Gesamtumsatz der Pharmasparte bei. Im zweiten Jahresviertel 2004 erwirtschaftete der Konzern mit Nachahmerpräparaten ein Umsatzplus von 5,9 % auf 402 Mill. ?. Im US-Markt erwirtschaftete Merck mit Nachahmerpräparaten in lokaler Währung ein Umsatzplus von 16 %.

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