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Merck Kgaa steigert Überschuss kräftig im zweiten Quartal

(dpa-AFX) Darmstadt - Angetrieben vom robusten Geschäft mit Flüssigkristallen hat die Pharma- und Spezialchemiegruppe Merck Kgaa < MRK.ETR > den Überschuss im zweiten Quartal deutlich gesteigert. Zudem erzielte Merck Sondererträge in Höhe von 340 Millionen Euro aus dem Verkauf der Laborsparte VWR und der Biomet-Beteilung. Das Ergebnis nach Steuern und Fremdanteilen sei von 81,1 Millionen auf 362,6 Millionen Euro gestiegen, teilte das Mdax-Unternehmen am Dienstag in Darmstadt mit. Die zehn von dpa-AFX befragten Analysten hatten einen Überschuss nach Anteilen Dritter (inkl. VWR) von 363 Millionen Euro erwartet.

(dpa-AFX) Darmstadt - Angetrieben vom robusten Geschäft mit Flüssigkristallen hat die Pharma- und Spezialchemiegruppe Merck Kgaa < MRK.ETR > den Überschuss im zweiten Quartal deutlich gesteigert. Zudem erzielte Merck Sondererträge in Höhe von 340 Millionen Euro aus dem Verkauf der Laborsparte VWR und der Biomet-Beteilung. Das Ergebnis nach Steuern und Fremdanteilen sei von 81,1 Millionen auf 362,6 Millionen Euro gestiegen, teilte das Mdax-Unternehmen am Dienstag in Darmstadt mit. Die zehn von dpa-AFX befragten Analysten hatten einen Überschuss nach Anteilen Dritter (inkl. VWR) von 363 Millionen Euro erwartet.

Merck hob seine Prognose für 2004 an und erwartet nun ein Plus beim Nachsteuerergebnis von mindestens 150 Prozent im Vergleich zu 2003. Die Umsatzerlöse kletterten im ersten Quartal ohne VWR um 9 Prozent auf 1,365 Milliarden Euro. Die Schätzungen lagen im Schnitt bei 1,322 Milliarden Euro (ohne VWR).

Der Gewinn je Aktie legte im zweiten Quartal auf 1,91 Euro nach 0,47 Euro im Vorjahresquartal zu. Das operative Ergebnis (ohne VWR) erhöhte sich von 173,1 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf 176,6 Millionen Euro und lag damit leicht über den Schätzungen. Beim operativen Ergebnis hatten die Experten im Schnitt 167 Millionen Euro (ohne VRW) prognostiziert. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) (ohne VWR) stieg von 156,3 Millionen Euro auf 220,9 Millionen Euro. Merck ginge frei von Finanzschulden aus diesem Quartal, hieß es weiter.

Flüssigkristalle und Erbitux seien zweifelsohne die Flaggschiffe von Merck. Basierend auf diesen beiden Spitzenprodukten und der erwarteten, anhaltend soliden Beiträge der anderen Sparten prognostiziert Merck für das zweite Halbjahr ein Umsatzwachstum (ohne VWR) auf hohem einstelligem Niveau. Beim operativen Ergebnis (ebenfalls ohne VWR) erwartet das Unternehmen für das Gesamtjahr ein einstelliges Wachstum.

Ausblick

Aufgrund des erwarteten operativen Ergebnisses, der Veräußerungsgewinne aus dem Verkauf von VWR und Biomet-Merck, dem besseren Finanzergebnis und der besseren Steuerquote geht Merck über die zu einem früheren Zeitpunkt geäußerte Erwartung eines im hohen zweistelligen Bereich wachsenden Ergebnisses nach Steuern hinaus. Merck erwartet für das Gesamtjahr 2004 einen Anstieg des Ergebnisses nach Steuern um mindestens 150 Prozent. In dieser Prognose seien die Möglichkeit von negativen Sondermaßnahmen im 4. Quartal bereits berücksichtigt.

Regionen

In Nordamerika fiel der Umsatz von Merck um 10 Prozent auf 207 Millionen Euro. Die Erlöse in Europa stiegen hingegen um 6,5 Prozent auf 622 Millionen Euro und in Lateinamerika um 4,8 Prozent auf 99 Millionen Euro. In der Region Asien, Afrika, Australien setzte Merck 27 Prozent mehr um. Die Erlöse stiegen auf 436 Millionen Euro. Alle Umsatzzahlen seien um VWR bereinigt.

Wegen zunehmender Konkurrenz für die Diabetesmittel und geringeren Lizenzzahlungen für Omeprazol von Schwarz Pharma sei das operative Ergebnis in der Pharmasparte um 41 Prozent auf 64 Millionen Euro gesunken. Die erste Zulassung und Markteinführung des Krebstherapeutikum Erbitux erfolgte Ende letzten Jahres in der Schweiz. Mit 11,5 Millionen Euro im zweiten Quartal und 16,4 Millionen im ersten Halbjahr 2004 habe sich Mercks Umsatz mit Erbitux am oberen Ende der Erwartungen entwickelt.

Trotz negativer Währungseffekte stieg der Umsatz im Unternehmensbereich Chemie um 23 Prozent auf 503,9 Millionen Euro und überschritt damit erstmalig in einem Quartal die Marke von einer halben Milliarde Euro. Im für Merck wichtigen Geschäft mit Flüssigkristallen, die etwa bei Handy-Displays, Computer- und Fernsehbildschirmen und Notbooks zum Einsatz kommen, verbuchte das Untenehmen ein Umsatzplus von gut 70 Prozent auf 166,5 Millionen Euro.

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