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Merck Kgaa: Studien unterstreichen möglichen früheren Erbitux-Einsatz

Das Krebsmittel Erbitux der Darmstädter Merck könnte nach Angaben des Pharmakonzerns bereits in einem früheren Stadium der Darmkrebs-Behandlung eingesetzt werden.

dpa-afx WIEN. Das Krebsmittel Erbitux der Darmstädter Merck könnte nach Angaben des Pharmakonzerns bereits in einem früheren Stadium der Darmkrebs-Behandlung eingesetzt werden. Neue Studien hätten die Wirksamkeit des Merck-Hoffungsträgers in früheren Therapieabschnitten bei der Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Darmkrebs belegt. Das meldete die Merck Kgaa am Montag bei einer Krebsforscherkonferenz in Wien. Ein Sprecher sagte auf Anfrage, der Konzern wolle auch für diesen Therapiebereich die Zulassung von Erbitux beantragen.

Die Studien-Daten zeigten nach Unternehmensangaben die Sicherheit und Wirksamkeit von Erbitux bei Kombination mit Standard-Chemotherapien zur Erstbehandlung (First-Line-Behandlung). Bislang dürfe Erbitux nur nach der Ausschöpfung aller klassischen Behandlungsmethoden von Krebs eingesetzt werden.

"Da die 5-Jahres-Überlebensrate von Patienten mit metastasierendem Kolorektalkarzionom (Darmkrebs) nur drei Prozent beträgt, besteht ein eindeutiger Bedarf, die Behandlungsmöglichkeiten für diese Patienten zu verbessern", sagte der Leiter der Abteilung für Gastrointestinale Onkologie der Universitätsklinik Leuven (Belgien), Eric Van Cutsem, bei der Vorstellung der jüngsten Studien.

Merck hatte mit Erbitux im dritten Quartal 25 Mill. Euro umgesetzt. Das Medikament gilt nach den Ausfällen bei den Diabetes-Produkten als neuer Hoffnungsträger von Merck. Erbitux ist nach den Angaben in der Schweiz, USA, Mexiko, Argentinien, Chile, Island, Norwegen sowie den Mitgliedsländern der Europäischen Union zugelassen.

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