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Merck mit etwas höherem Ergebnis als erwartet

Der Pharmakonzern will eine schottische Biotechfirma übernehmen.

Reuters LONDON. Der Darmstädter Pharmakonzern Merck KGaA hat in den ersten neun Monaten 2000 bei Ergebnis und Umsatz etwas stärker zugelegt als von Analysten erwartet. Das operative Ergebnis im Konzern sei um 19,2 % auf 559 (Vorjahr 469) Mill. Euro gestiegen, teilte Merck am Donnerstag in London mit. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten zuvor im Mittel mit einem operativen Ergebnis von 551 Mill. Euro gerechnet. Der Umsatzuwachs betrage 33 % auf 4,972 (3,74) Mrd. Euro, verglichen mit Analystenschätzungen von im Mittel 4,90 Mrd. Euro. Für das vierte Quartal des laufenden Jahres erwartet Merk nun einen weiteren operativen Ergebnisanstieg. Ferner teilte Merck mit, eine schottische Biotechfirma übernommen zu haben.

Der Gewinn nach Fremdanteilen sank nach Unternehmensangaben hingegen um 7,9 % auf 166 (180) Mill. Euro. Im Vorfeld waren Experten im Mittel allerdings von einem noch stärkeren Rückgang auf 161 Mill. Euro ausgegangen. In den Merck-Zahlen für die ersten neun Monate sind einige Sondereinflüsse enthalten, darunter Neukonsolidierungen sowie Sonderbelastungen im ersten Halbjahr von 57 Mill. Euro und weiteren 13 Mill. im dritten Quartal vor allem in der Sparte Spezialchemie.

"Wir sind entschlossen, unsere Profitabilität weiter zu steigern," sagte Konzernchef Bernhard Scheuble. Für das Gesamtjahr 2000 bekräftigte das Unternehmen noch einmal seine Umsatzprognose von 6,5 bis sieben Mrd. Euro. Starke Wachstumsimpulse erwartet Merck nach eigenen Angaben in seiner Pharmasparte von seinen Kernprodukten zur Diabetesbekämpfung, den Arzeimitteln Glucophage und in den USA Glucovance. Mit hohen Zuwachsraten rechnet Merck ferner in der Spezialchemie, in der Sparte Flüssigkristalle sowie bei den Elektronikchemikalien. Ferner teilte Merck mit, die im Privatbesitz befindliche schottische Biotechfirma Biovation Ltd in Aberdeen für eine ungenannte Summe übernommen zu haben. Mit der in der Entwicklung von Antikörpern und Proteinen tätigen Firma will Merck nach eigenen Angaben vor allem die Sparte Krebsbekämpfung weiter ausbauen. Analysten hatten bereits seit einiger Zeit damit gerechnet, dass sich Merck in der Biotechnologie verstärken wolle.

Nach Merck-Angaben stieg das Vorsteuerergebnis in den ersten neun Monaten um 26 % auf 391 (311) Mill. Euro, der Ebit nahm 36 % auf 560 (412) Mill. Euro zu.

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