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Merck-Tochter: Noch keine deutsche Klage wegen Vioxx-Rückruf

In Deutschland ist nach dem Rückruf des Schmerzmittels Vioxx noch keine Klage beim Hersteller eingegangen. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" unter Berufung auf den Geschäftsführer von MSD Sharp & Dohme, der deutschen Tochter des amerikanischen Pharmakonzerns Merck & Co. Inc. . "Ich halte die Basis für eine Klage eher nicht gegeben", sagte MSD-Geschäftsführer Ottfried Zierenberg der "FAS". In den USA wird eine Schadenersatz- Klagelawine erwartet, nachdem Merck in einer Langzeitstudie festgestellt hatte, dass Vioxx nach mehr als 18-monatiger Einnahme bei Patienten erhöhte Risiken von Herzinfarkten und Schlaganfällen erzeugt hatte.

dpa-afx FRANKFURT. In Deutschland ist nach dem Rückruf des Schmerzmittels Vioxx noch keine Klage beim Hersteller eingegangen. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" unter Berufung auf den Geschäftsführer von MSD Sharp & Dohme, der deutschen Tochter des amerikanischen Pharmakonzerns Merck & Co. Inc. . "Ich halte die Basis für eine Klage eher nicht gegeben", sagte MSD-Geschäftsführer Ottfried Zierenberg der "FAS". In den USA wird eine Schadenersatz- Klagelawine erwartet, nachdem Merck in einer Langzeitstudie festgestellt hatte, dass Vioxx nach mehr als 18-monatiger Einnahme bei Patienten erhöhte Risiken von Herzinfarkten und Schlaganfällen erzeugt hatte.

Durch die Rückrufaktion büße die Merck-Tochter etwa ein Fünftel ihres Umsatzes und Gewinns in Deutschland ein, sagte der MSD-Manager. "Vioxx hat im vorigen Jahr mit 100 Mill. Euro zu unserem Umsatz beigetragen. Das ist ein harter Schlag für uns." Kurzfristig seien dadurch aber keine Arbeitsplätze in Deutschland gefährdet. Auf mittlere Frist seien die Folgen noch nicht abzusehen, sagte Zierenberg. "Wir haben die letzten Jahre in Deutschland massiv eingestellt, die Forschung verdoppelt. Dieses Expansionstempo werden wir jetzt nicht mehr halten können."

Patienten, die noch Vioxx-Päckchen besitzen, können diese zurückgeben, fügte er hinzu. "Sie erhalten dann die Kosten erstattet. Seit Freitagmittag ist das mit allen Apotheken geregelt."

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