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Merkel kritisiert eigene Partei

Berlin (dpa) - Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel hat den Zustand der Union als Alternative zur Bundesregierung kritisiert. Es mangele an Geschlossenheit und konzeptioneller Klarheit, ermahnte die Oppositionsführerin die eigenen Reihen und forderte mehr Glaubwürdigkeit ein.

Berlin (dpa) - Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel hat den Zustand der Union als Alternative zur Bundesregierung kritisiert. Es mangele an Geschlossenheit und konzeptioneller Klarheit, ermahnte die Oppositionsführerin die eigenen Reihen und forderte mehr Glaubwürdigkeit ein.

In der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung» warnte Merkel die Union zugleich vor Schadenfreude über den Zustand der SPD. Angesichts der schwindende Zustimmung für die SPD fragten sich die Leute: «Ist die Union eine wirkliche Alternative? Dass wir es sind, muss klarer werden. Diese Alternative ist noch nicht zu hundert Prozent sichtbar. Das müssen wir uns selbstkritisch eingestehen. Es mangelt an Vertrauen in eine wirkliche Alternative. Das zu ändern, ist eine Aufgabe, an der ich als Parteivorsitzende arbeite, an der aber auch jeder in der Partei arbeiten muss.»

Bei aller Freude über gute Wahlergebnisse müsse die Union dringend aus den Fehlern der SPD lernen. «Ich warne vor Selbstgerechtigkeit», sagte Merkel der Zeitung. «Dieses Spannungsfeld zwischen falschen Versprechungen und dann folgenden Enttäuschungen, in dem sich die SPD zerreißt, darf für uns kein Grund zur Schadenfreude sein, sondern ist Mahnung. Die Politik der Union darf keine Zweifel entstehen lassen. Sie muss als verlässliche Alternative wahrgenommen werden.»

Bis zum CDU-Parteitag im Dezember müsse die CDU «ein geschlossenes Konzept haben, einig auch mit der CSU». «Für die Zukunft des Gesundheitssystems brauchen CDU und CSU bis Jahresende eine gemeinsame Linie. Und wir haben noch nicht auf alle Facetten des Rentensystems eine gemeinsame Antwort.»

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