Merkel stellt neuen CDU-Generalsekretär vor
Angriffslustig und kompetent will Meyer seinen Job ausführen

Der Wechsel im Amt des Generalsekretärs wird die CDU nach Einschätzung von Parteivize Jürgen Rüttgers als Opposition voranbringen. Rüttgers sagte am Dienstag im Südwestrundfunk: "Das hilft, da bin ich ganz sicher."

dpa-afx BADEN-BADEN. Der neue Generalsekretär Laurenz Meyer werde seine Arbeit "angriffslustig" und "kompetent" angehen. Rüttgers sah Meyer daher als "Bereicherung" für die CDU. Vor allem mit Blick auf die Bundestagswahl 2002 müsse die Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner jetzt intensiviert werden. Die "auf der einen Seite sehr arrogante, auf der anderen Seite sehr freche Art" etwa von SPD-Generalsekretär Franz Müntefering bei der SPD brauche eine Antwort. In den nächsten Monaten müsse die CDU aber auch eindeutig klar machen, für welche Inhalte sie stehe. Merkel wollte den neuen Generalsekretär am Vormittag in Berlin vorstellen.

Polenz gebüre Lob und Respekt

Für die Ablösung des bisherigen Generalsekretärs Ruprecht Polenz gab es laut Rüttgers keinen unmittelbaren Anlass. Polenz habe gute Arbeit geleistet etwa bei der Ökosteuer-Kampagne oder der Parteireform. Die "Noblesse", mit der sich Polenz verabschiedet habe, verdiene Respekt. Polenz hatte am Montag versichert, er scheide ohne "Groll" aus dem Amt.

Parteispitze habe jetzt wieder mehrere Persönlichkeiten

Rüttgers ging auch davon aus, dass durch den Personalwechsel keine neue Unruhe in der Partei entstehen werde. Er sehe auch keine Führungskrise, versicherte der CDU-Chef von Nordrhein-Westfalen. Für die CDU sei im Moment wichtig, dass zum ersten Mal seit mehr als 25 Jahren wieder mehrere Persönlichkeiten an der Parteispitze stünden. Dabei gebe es unterschiedliche Schwerpunkte. Dies habe aber nichts mit Rivalität zu tun. Klar aber sei, dass die Bundestagswahl nur zu gewinnen sei, wenn sich die Spitze als Team verstehe.

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