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Merkel: Zeitplan zur Kanzlerkandidatur kein Dogma

CDU-Chefin Angela Merkel hat unmittelbar vor dem baden-württembergischen CDU-Landesparteitag den Zeitplan zur Kür des Unionskanzlerkandidaten bekräftigt. Merkel sagte der "Stuttgarter Zeitung" (Freitag): "Der Zeitplan war nie ein Dogma oder Akt der Sturheit."

dpa BERLIN. Vielmehr gebe es nach wie vor überzeugende Gründe dafür, an dem Plan fest zu halten. Das am Freitag im südbadischen Rust beginnende Delegiertentreffen dürfte von der Debatte um die Kanzlerkandidatur dominiert werden. Der Kreisverband Göppingen fordert eine möglichst frühe Entscheidung für den bayerischen CSU - Ministerpräsidenten Edmund Stoiber als Kandidaten.

Merkel forderte ihre baden-württembergischen Parteifreunde in der "Stuttgarter Zeitung" auf, sich an die Beschlüsse der Bundespartei zu halten. Parteien könnten nur funktionieren, wenn Mehrheitsentscheidungen respektiert würden. Die CDU-Bundesspitze hält weiter an dem mit der CSU verabredeten Zeitplan für die Nominierung des Kanzlerkandidaten fest und will erst zum Jahresanfang den Herausforderer von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) küren.

Am Donnerstag hatten die Chefs aller CDU-Bundesvereinigungen einen sofortigen Stopp des "parteischädigenden" Streits um die Kanzlerkandidatur gefordert. "Die Fortführung der Diskussion um die Kanzlerkandidatur der Unionsparteien ist unverantwortlich und gefährdet die realistischen Chancen auf den Wahlsieg 2002", heißt es in einer in Berlin verbreiteten gemeinsamen Erklärung. Unterzeichnet ist der Appell unter anderem vom Vorsitzenden der CDU - Sozialausschüsse, Hermann-Josef Arentz, dem Chef der Mittelstands- Vereinigung, Peter Rauen, und den Vorsitzenden der Frauen-Union und der Jungen Union, Maria Böhmer und Hildegard Müller.

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