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Merrill ist nicht mehr Finanzberater der Londoner Börse

Nach dem Scheitern der Fusionsgespräche der Londoner Börse mit der Deutschen Börse AG ist die US-Investmentbank als Finanzberater der London Stock Exchange (LSE) zurückgetreten.

Reuters London. Merrill Lynch ist nach dem Scheitern der Fusionsgespräche der Londoner Börse mit der Deutschen Börse AG als Finanzberater der London Stock Exchange (LSE) zurückgetreten. Mit diesem Schritt solle sichergestellt werden, dass die Aufmerksamkeit der LSE-Aktionäre nicht vom Übernahmeangebot der schwedischen OM Gruppen abgelenkt werde, teilte die US-Investmentbank am Freitag in London mit.

Der Leiter der Sektion Europa, Mittlerer Osten und Afrika bei der Investmentbank, Mike Sparks, ist Mitglied im Board der LSE. Beobachter sahen ihn als einen der Hauptarchitekten der geplanten Fusion zwischen Deutscher Börse und LSE zu iX. Auf der Jahreshauptversammlung der LSE-Aktionäre am 14. September wurde Sparks zuletzt stark kritisiert. Die geplante Fusion mit der Deutschen Börse war geplatzt, kurz nachdem der Betreiber der Schwedischen Börse, die OM Gruppen, ein Übernahmeangebot für die LSE vorgelegt hatte.

Ein Sprecher der Londoner Börse sagte zur Entscheidung der US-Investmentbank, die LSE akzeptiere diesen Schritt. Sie werde sich weiterhin auf das feindliche Übernahmeangebot des schwedischen Börsenbetreibers konzentrieren. Bei der Verteidigung gegen die OM-Offerte wird die Londoner Börse von der Investmentbank Schroder Salomon Smith Barney beraten. Auf der Hauptversammlung in der vergangenen Woche hatte der Chairman der Londoner Börse, Don Cruickshank, gesagt, nach dem Scheitern von iX werde die Rolle der Berater überprüft. Die Londoner Börse will am kommenden Montag in einem Memorandum ihre Haltung zum Übernahmeangebot aus Schweden erläutern.

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