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Merrill Lynch will System für Aktienbewertungen vereinfachen

Die US-Investmentbank hat nach dem im Mai erzielten Vergleich um angeblich irreführende Aktienempfehlungen Reformen ihres Wertpapier-Bewertungssystems und der Analystenvergütung angekündigt.

Reuters NEW YORK. Ab September solle das System der Aktieneinstufung vereinfacht werden, teilte das größte US-Brokerhaus am Freitag in New York mit. An die Stelle des bislang vierstufigen Bewertungsschemas treten den Angaben zufolge die drei Kategorien "buy", "neutral" und "sell". Ferner solle sich die Vergütung der Analysten danach richten, wie Anleger von ihren Empfehlungen profitieren. Leistung und Fachwissen würden zudem künftig eine größere Rolle bei der Entlohung spielen.

Merrill wolle mit den Maßnahmen das Vertrauen der Investoren in die Qualität, Unabhängigkeit und die Ergebnisse der Aktienanalysen stärken, sagte Robert J. McCann, Leiter der weltweiten Wertpapieranalyse der Investmentbank. Merrill-Aktien verloren am Freitag in einem schwachen Marktumfeld 1,5 Prozent auf 39,51 Dollar.

Am 21. Mai hatte Merrill Lynch den Streit mit dem New Yorker Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer um Aktienempfehlungen beigelegt. Spitzer hatte kritisiert, Internetanalysten der Bank hätten versucht, mit positiven Empfehlungen Unternehmen als Kunden für das Investmentbanking zu gewinnen. In dem Vergleich hatte sich Merrill zur Zahlung von 100 Millionen Dollar verpflichtet und die neutrale Überprüfung von Aktienempfehlungen versprochen. Ein Fehlverhalten hatte das Institut allerdings nicht eingeräumt.

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