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Metabox verliert letzte Betreuerbanken

Das finanziell angeschlagene Multimedia Metabox AG-Unternehmen hat nach eigenen Angaben seine zwei "Designated Sponsors" verloren, nachdem beide Betreuerbanken ihre Mandate gekündigt haben.

Reuters HILDESHEIM. Die Bankhäuser Merck Finck und M.M. Warburg hätten ihre Betreuer-Tätigkeit für die am Neuen Markt gelistete Metabox eingestellt, sagte Metabox-Sprecherin Melanie Hoffmann der Nachrichtenagentur Reuters am Montag und bestätigte damit einen Bericht der Online-Ausgabe des Manager-Magazins. Nach Angaben von Hoffmann hat Metabox gegen die Kündigung von Merck Finck und M.M. Warburg Widerspruch eingelegt.

"Wir sind derzeit ohne Betreuer, haben jedoch mit dem Frankfurter Wertpapierhandelshaus Frohne & Klein bereits einen neuen "Designated Sposor" gefunden", sagte Hoffmann. Die Verträge mit Frohne & Klein seien unterzeichnet, sodass das Wertpapierhandelshaus kurzfristig die Betreuer-Tätigkeit für Metabox beginnen könne. Den Verlust der Designated Sponsors habe Metabox bis jetzt nicht veröffentlicht, da "wir davon ausgehen, dass wir bald wieder zwei Betreuer vorweisen können", sagte Metabox-Sprecherin Hoffmann.

Hendrik Klein, einer der Eigentümer von Frohne & Klein, bestätigte die Übernahme des Betreuermandats: "Der Vertrag ist am Freitag unterzeichnet worden", sagte Klein der Nachrichtenagentur Reuters. "Ich habe den entsprechenden Antrag auf Umstellung der Betreung heute bei der Deutschen Börse eingereicht." Das Wertpapierhandelshaus mit seinen zehn Mitarbeitern werde Metabox spätestens ab dem 1. Juli betreuen.

Die bisherige Metabox-Betreuerbank Merck Finck hat den Vertrag haben nach Angaben von Unternehmen-Sprecherin Hoffmann am 22. Mai, M.M. Warburg dann am 12. Juni gekündigt. Das Regelwerk der Deutschen Börse AG ermöglicht einen Börsenausschluss, wenn ein am Neuen Markt gelistetes Unternehmen nicht über mindestens zwei "Designated Sponsors" verfügt. Eine Stellungnahme der Börse, welche Folgen der Verlust der Betreuer für das Unternehmen haben könnte, war zunächst nicht zu erhalten.

Die Metabox AG hatte am 22. Mai beim Amtsgericht Hildesheim die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen Zahlungsunfähigkeit beantragt. Die Metabox-Aktie fiel am Montag bei einem schwachen Gesamtmarkt um zehn Prozent auf ein neues Jahrestief von 0,45 Euro. Ihren Jahreshöchststand hatten die Anteilsscheine im Januar mit 6,80 Euro erreicht.

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