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Metall-Arbeitgeber gegen Lohnforderung

Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall hat die Lohnforderungen der IG Metall von fünf bis sieben Prozent scharf kritisiert.

dpa BERLIN. Verbands-Präsident Martin Kannegiesser sagte am Dienstag vor Journalisten in Berlin, die Gewerkschaftsspitze sei hier "von allen guten Geistern verlassen". Die Forderungen seien - jenseits aller Tarifverhandlungsrituale - "inakzeptabel".

Die Metall- und Elektroindustrie leide in weiten Bereichen "unter Auftragsmangel". In einigen Bereichen drohten im nächsten Jahr Verluste, sagte Kannegiesser, räumte allerdings ein, die Branche sei insgesamt am Weltmarkt "gut aufgestellt". Lohnforderungen dürften sich aber nicht an "Spitzenreitern orientieren", die es in jeder Branche gebe. "Mit einem Porsche-Tarif für alle, fliegen wir aus der Kurve", bekräftigte er.

Kannegiesser plädierte für eine Differenzierung nach der jeweiligen wirtschaftlichen Lage der Betriebe. Eine Modernisierung des Tarifsystems dürfe jedoch nicht zu Mehrbelastungen der Betriebe führen. Hier müsse auf Kostenneutralität geachte werden.

Die Forderungen der IG Metall vermittelten in einer Phase der konjunkturellen Schwäche "eine Aufgeregtheit", die schlecht für die wirtschaftliche Entwicklung sei. Kannegiesser plädierte dafür, mit dieser Lohnrunde eine zweijährige "Planungssicherheit" herzustellen.

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